München gegen Köln
Entscheidung um Olympia-Bewerbung gefallen
Aktualisiert am 26.09.2026 – 15:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer macht das Rennen um die Bewerbung für Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland? Nun herrscht Gewissheit.
Die Entscheidung über den deutschen Olympia-Bewerber ist gefallen: Auf einer außerordentlichen Versammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Baden-Baden hat sich eine Mehrheit der Delegierten in einer geheimen Wahl für München ausgesprochen. Damit kann sich die Stadt auf die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben.
Als einziger verbliebener Konkurrent war die Region Rhein-Ruhr mit der Kernstadt Köln ins Rennen gegangen. Berlin hatte in dieser Woche die Bewerbung zurückgezogen.
Söder und Krause feiern Olympia-Zuschlag für München
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte: „Die Kölner haben es ganz schön spannend und schwer gemacht. Ihr habt uns ganz schön zum Zittern gebracht.“ Er betonte: „Danke fürs Vertrauen.“ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) war einer der ersten Gratulanten.
- Kommentar zum Olympia-Zuschlag für München: Jetzt beginnt der echte Stresstest
Söder sagte nach der Verkündung: „Es ist was Historisches und wir wollen alles geben, damit wir am Ende gemeinschaftlich als Deutschland, als Partner für Nord, für Süd, für Ost und West, am Ende uns als ein Land präsentieren“
Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sagte: „Es war schon ein Krimi heute, den ganzen Tag“ Dann fügte er hinzu: „Die Freude ist jetzt unendlich. Wir freuen uns jetzt, dass wir richtig loslegen können, um Olympia nach Deutschland zu holen.“

Panne bei der Verkündung
Bei der Verkündung des Ergebnisses kam es auf der Bühne zu einer kleinen Panne. Als DOSB-Präsident Thomas Weikert den Umschlag mit dem Gewinner öffnete, hielt er den Zettel zunächst falsch herum. Und so war für die Zuschauer am Fernseher zu sehen, bevor Bundespräsident Steinmeier es verkündete: München hat den Zuschlag.
Stimmberechtigt bei dem Votum im Kurhaus von Baden-Baden waren die 42 olympischen Spitzenverbände mit je drei Stimmen sowie die persönlichen Mitglieder und die Präsidiumsmitglieder des DOSB. So waren 141 Stimmen zu vergeben. Die Entscheidung fiel im ersten Wahlgang. Vieles deutete vor der Wahl auf ein enges Rennen zwischen den beiden verbliebenen Bewerbern hin. München hatte dabei knapp besser abgeschnitten.
Olympia-Bewerber: Wie es für München nun weiter geht
München hat damit die Chance, Olympia zum ersten Mal seit den Sommerspielen 1972 wieder nach Deutschland zu holen. Auch damals war München Gastgeber dieses sportlichen Großereignisses. Seitdem gab es in Deutschland mehrere gescheiterte deutsche Bewerbungen um Sommer- und Winterspiele.












