
Tausende Passagiere betroffen
Demonstranten verhindern Stopp von Kreuzfahrtschiff
Aktualisiert am 05.02.2026Lesedauer: 2 Min.
Eine Demonstration wirbelt den Reiseplan eines großen Kreuzfahrtschiffs mächtig durcheinander. Nach Stunden trifft der Kapitän eine Entscheidung.
Demonstranten haben den Luxusliner „MSC Orchestra“ im Hafen von Marseille stundenlang blockiert. Das Kreuzfahrtschiff konnte am Montag nicht im Hafen anlegen, wie das Portal „Schiffe und Kreuzfahrten“ und der französische Sender „France Info“ berichteten.
Demonstranten der französischen Transportgewerkschaft CGT blockierten den Berichten zufolge sowohl das Fahrwasser als auch die Anlegestelle am Hafen. Sie protestierten damit gegen den aus ihrer Sicht unlauteren Wettbewerb durch Reedereien, die ihre Schiffe unter internationaler Flagge fahren ließen.
Die „MSC Orchestra“ verharrte laut „France Info“ rund zwölf Stunden in ihrer Position, bevor der Kapitän eine Entscheidung traf: Er entschloss sich dem Bericht zufolge zur Weiterfahrt nach Genua, dem nächsten planmäßigen Stopp des Luxusliners.
Für die Gäste hatte das teils einschneidende Folgen: Nicht nur fiel für die bereits an Bord befindlichen Passagiere der Stopp an Land weg – eigentlich hätten in Marseille auch weitere rund 300 Gäste zusteigen sollen. Diese wurden laut „Schiffe und Kreuzfahrten“ per Bus nach Genua gefahren, wo sie einen Tag später an Bord gehen konnten. Das Geld für verpasste Landausflüge sei den Passagieren erstattet worden, hieß es. Auf eine Anfrage von t-online hat MSC Cruises bis Donnerstagnachmittag nicht reagiert.
Die „MSC Orchestra“ hatte ihre Reise am 1. Februar in Barcelona begonnen. Neben Genua sind weitere Stopps in Rom und Valencia geplant, bevor das Schiff am 8. Februar wieder Barcelona erreichen soll. Der Luxusliner ist knapp 300 Meter lang und bietet Platz für 3.223 Passagiere. Auf 16 Decks erwarten die Passagiere etliche Bars, Restaurants und Wellness-Angebote.











