Im Test
Mit dem Signature greift Motorola die Oberklasse an
17.03.2026 – 06:52 UhrLesedauer: 3 Min.
Einsteiger, Mittelklasse, ultraschlank und nun ultradeluxe? Mit dem neuen Signature will Motorola ganz oben mitspielen – bei Leistung, Funktionen und vor allem beim Ambiente. Klappt das?
Spätestens seit dem superflachen Edge 70 setzt Motorola auf einen ganz eigenen Stil. Pantone-Farben, buntes Metall, starke Farbkontraste und ungewöhnliche Materialien gehören dazu. Jüngste Kreation: das Flaggschiff-Smartphone Motorola Signature für rund 900 Euro. Zusammen mit passenden Ohrstöpseln, Bluetoothboxen und Co. soll es ganz vorn mitspielen. Ohne Angst vor Samsung, Google, Xiaomi oder Honor.
Erster Eindruck: chic. Grün-golden glänzender Alurahmen, eine Rückseite in Leinenstoffhaptik, ungewöhnliche Farbe. Martini Olive heißt der Pantone-Farbton irgendwo zwischen Olivgrün und Sandfarben. Und dünn ist das Smartphone. Knapp 8 Millimeter misst es mit Ausnahme des Kamerabuckels, 186 Gramm stehen auf der Waage. Die griffige Rückseite sorgt dafür, dass das an allen Seiten abgerundete Gerät fest in der Hand liegt.
Insgesamt ist das Signature ein angenehmer Kontrast zu den Mitbewerbern, die sich in Form und Aufmachung momentan recht ähneln. Der edle Look täuscht ein wenig darüber hinweg, dass das Signature auch einiges einstecken kann. Es ist gegen Staub, Schmutz und Wasser geschützt – man kann es einfach abwaschen, ohne dass die Hardware im Inneren leidet.
Als Erstes fällt das Display auf. Das 6,8-Zoll-OLED ist nahezu randlos und geht mit einem runden Schwung in den Rahmen über. Schärfe, Auflösung und Helligkeit sind auf Höhe der Zeit, auch bei Sonnenschein lässt es sich gut ablesen. Die Bildwiederholrate wird intelligent geregelt bei bis zu 120 Hertz – im Spiele-Modus sind bis zu 165 Hertz möglich.
Richtig spannend wird es bei der Kamera. Ihre vier goldenen Ringe auf der Rückseite beinhalten:
Das Kameratrio vollbringt, wo Motorola bislang manchmal noch der Konkurrenz gefühlt hinterherlief. Schnell geschossene detailreiche und scharfe Fotos mit flotter, aber nicht zu starker Nachbearbeitung.
Besonders in hohen Zoomstufen hilft die KI im Nachgang ordentlich nach und füllt fehlende Details in den Bildern auf. Das klappt bis zum 30-fachen Zoom ganz gut, besser als beim Vergleichs-Samsung oder -Pixel. Wer weiter zoomt, muss die Hände höllisch still halten, damit Details nicht verrauschen, aber auch dann sind noch ansehnliche Bilder möglich. Wenn man sich damit abfindet, dass etliche Details von der KI nach Maschinen-Erfahrungswerten digital dazu gemalt wurden.












