Trotz Rückgang bei Gewalt:
Diese Zahl aus der Kriminalstatistik bereitet jetzt Sorgen
Aktualisiert am 20.04.2026 – 10:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kriminalität in Deutschland ist 2025 insgesamt zurückgegangen. Doch hinter den Zahlen stecken Sondereffekte, die das Bild verzerren.
Die Polizei hat in Deutschland 2025 bundesweit 2,3 Prozent weniger Gewaltverbrechen registriert als im Jahr zuvor. Sorgen bereitet allerdings die nach wie vor steigende Zahl tatverdächtiger Kinder. Die am Montag veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für 2025 zeigt: Auch insgesamt gab es etwas weniger Straftaten.
Ohne Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht und andere ausländerrechtliche Vorgaben wurden 4,4 Prozent weniger Taten aktenkundig als 2024. Das ist allerdings unter anderem ein Effekt der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis im April 2024.
Neben der geringeren irregulären Zuwanderung und der Gesetzesänderung zu Cannabis gibt es noch einen weiteren Sondereffekt. So weist das Bundeskriminalamt (BKA) darauf hin, dass sich die Zunahme der Fälle von Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen nicht außerhalb der regelmäßig zu beobachtenden Schwankungen bewege.
79 der in der Statistik aufgeführten Mordfälle seien einer Berliner Mordserie zuzurechnen, bei der ein ehemaliger Palliativmediziner im Verdacht steht, unter Ausnutzung schwer kranke Menschen getötet zu haben. Das BKA geht davon aus, dass der Anteil der Sexualstraftaten, die zur Anzeige gebracht werden, gestiegen ist. In rund drei Viertel dieser Fälle hätten sich Opfer und Täter vorher gekannt.










