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Home » Moderatorin Marie Droste schießt gegen „Wutbürger“-Aussage
Unterhaltung

Moderatorin Marie Droste schießt gegen „Wutbürger“-Aussage

By zeit-heute.deSeptember 10, 20262 Mins Read
Moderatorin Marie Droste schießt gegen „Wutbürger“-Aussage
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„Vollkatastrophe“

Moderatorin Marie Droste schießt gegen Merz‘ „Wutbürger“-Aussage


10.09.2026 – 20:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Marie Droste: Sie reagiert auf Instagram auf die aktuellen politischen Ereignissen. (Quelle: IMAGO/Bernd Elmenthaler)

Bundeskanzler Merz sprach im Rahmen der Sachsen-Anhalt-Wahl von einem „Experimentierfeld für Wutbürger“. Marie Droste veranlasst das zu einem deutlichen Statement.

Nach den Wahlergebnissen in Sachsen-Anhalt meldet sich Moderatorin Marie Droste mit deutlichen Worten. Sie kritisiert den Umgang etablierter Parteien mit ostdeutschen Wählern. Insbesondere die Kommunikation von Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt sie ins Visier.

So sei Merz‘ Aussage vor der Wahl in Sachsen-Anhalt, das Land dürfe „nicht zu einem Experiment für Wutbürger werden“, in Drostes Augen eine „absolute Vollkatastrophe“. Statt Belehrungen fordert sie mehr Dialog und eine stärkere Repräsentanz des Ostens in Politik, Wirtschaft und Medien.

Merz hatte den Satz „Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden“ bei einem Wahlkampfauftritt in Quedlinburg gesagt, bei dem auch Ministerpräsident Sven Schulze auftrat. Dabei warnte Merz vor Folgen einer möglichen AfD-Regierung für internationale Investitionen und die wirtschaftliche Stabilität des Landes. Im ZDF-Politbarometer lag die AfD vor der Wahl mit 40 Prozent deutlich vor der CDU mit 23 Prozent. Bei der Wahl selbst holte die AfD dann 43,8 Prozent der Stimmen, die CDU 17,2 Prozent.

Bundeskanzler Friedrich Merz: Seine Reaktion auf die Wahlergebnisse aus Sachsen-Anhalt ziehen Kritik nach sich.Vergrößern des Bildes
Bundeskanzler Friedrich Merz: Seine Reaktion auf die Wahlergebnisse aus Sachsen-Anhalt ziehen Kritik nach sich. (Quelle: Michael Kappeler/dpa/dpa-bilder)

Merz‘ Schlussfolgerung aus dem Wahlergebnis, man müsse die eigene Politik „nur besser erklären“, hält Droste für den denkbar falschen Ansatz. Aus Gesprächen, auch mit Familienmitgliedern, wisse sie, dass dieses Narrativ für viele Bürger im Osten Deutschlands weniger nach Erklären als nach Belehren klinge: „Nämlich: Die Wessis wissen es besser, die sagen euch jetzt, wo es lang geht. Teilweise sagen sie euch auch, dass ihr im Osten die Demokratie vielleicht einfach nicht richtig verstanden habt.“

  • Stimmenanteile und Sitzverteilung: Die Ergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

„Die wollen sprechen“

Merz habe in dieser Hinsicht „den Vogel abgeschossen“. Seine Formulierung klinge nach: „Bäh, die bösen Wutbürger, hier die armen normalen Menschen.“ Droste kritisiert, diese Art der Kommunikation mache einen echten Dialog unmöglich. Auch wer sich inhaltlich mit der AfD auseinandersetze, solle deren Wählerinnen und Wähler nicht beschimpfen: „Denn die Leute haben die Schnauze voll. Sie haben keine Lust mehr auf Belehrungen, die wollen Lösungen sehen.“

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