
Vier Verfahren vor dem Landgericht München
Joko Winterscheidt streitet um sechsstellige Summe
15.01.2026 – 16:17 UhrLesedauer: 2 Min.
Statt auf der Bühne saß Moderator Joko Winterscheidt jetzt in einem Gerichtssaal in München. Hintergrund ist ein privates Verfahren mit beträchtlichem Streitwert.
Am Landgericht München I sollen aktuell mehrere Verfahren laufen, die Joko Winterscheidt angestoßen haben soll. Der TV-Moderator hat Klage gegen einen Bauträger und Architekten eingereicht, wie Gerichtssprecherin Cornelia Kallert der „tz“ bestätigte. Es gehe um Mängel an einem privaten Wohnhaus, das Winterscheidt mit seiner Familie bewohnt.
Zum ersten Prozesstag am Mittwoch, 14. Januar, sei Winterscheidt persönlich erschienen, habe die Verfahrensführung jedoch vollständig seinem Rechtsanwalt Torsten Ilgner überlassen. Für das erste der vier laufenden Verfahren soll Ilgner im Namen seines Mandanten eine Summe von etwa 75.000 Euro fordern – aufgeteilt in einen Vorschuss sowie zusätzliche Schadenersatzleistungen.
Konkret verlange die Klägerseite einen Betrag von 62.285,43 Euro zur Mängelbeseitigung. Hinzu kämen 12.015,14 Euro, die als Kosten für Sachverständige und Architekten geltend gemacht werden.
Laut Gerichtsangaben betreffe der Streit ein neu gebautes Einfamilienhaus in München, das seit rund fünf Jahren von Winterscheidts Familie bewohnt werde. Die Ausstattung des Gebäudes soll hochwertig sein – allerdings machten laut Klageschrift diverse bauliche Mängel seit längerer Zeit Probleme. Unter anderem sollen undichte Fenster, eine fehlerhafte Abdichtung der Sauna sowie Schäden an Bodenplatten und Fassadenrinnen aufgeführt sein. Auch ein Rundfenster und der Anschluss eines Pools im Tiefhof werde genannt.
Nach rund zwei Stunden Verhandlung verständigten sich beide Seiten laut „tz“ auf einen Vergleich. Demnach soll Winterscheidt eine Zahlung von 50.000 Euro erhalten, wenn die beklagte Partei dem nicht innerhalb von drei Wochen widerspricht. Im Gegenzug würde der Moderator auf die geltend gemachten Ansprüche in diesem Verfahren verzichten.
Das Verfahren ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Bereits am 12. Februar werde ein weiterer Fall vor dem Landgericht verhandelt. Dabei stehe eine Klage über 132.781,94 Euro im Raum – auch hier gehe es um Abdichtungsmängel, unter anderem im Bereich einer Auto-Hebebühne. Nach Angaben des Gerichts belaufe sich die Gesamtsumme der eingereichten Klagen auf rund 678.000 Euro.











