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Home » Mittelstand schreibt Brandbrief – „blankes Entsetzen“
Politik

Mittelstand schreibt Brandbrief – „blankes Entsetzen“

Von zeit-heute.deFebruar 6, 20262 Min Gelesen
Mittelstand schreibt Brandbrief – „blankes Entsetzen“
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Mittelstand schreibt Brandbrief – „blankes Entsetzen“

Personelle Konsequenzen gefordert

„Blankes Entsetzen“: Mittelstand schreibt Brandbrief an Merz

06.02.2026 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

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Friedrich Merz: Der Mittelstand ist von der schwarz-roten Wirtschaftspolitik enttäuscht. (Quelle: Liesa Johannssen)

Die heilbringende Wirtschaftswende hatte Kanzler Friedrich Merz Deutschlands Unternehmen versprochen. Doch der Mittelstand ist enttäuscht.

Der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Christoph Ahlhaus, hat sich mit einem Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt. Wie die „ZDFheute“-Redaktion, der der Brief exklusiv vorliegt, berichtet, äußert er darin heftige Kritik an der Wirtschaftspolitik der Regierung.

Deutschlands Unternehmer hätten mit Hoffnung auf das Ende der Ampelregierung geblickt und hätten auf die von Kanzler Merz angekündigte Wirtschaftswende gehofft, heißt es in dem Brief. Doch diese Hoffnung wurde offenbar enttäuscht: „Nicht einmal neun Monate nach Ihrer Wahl zum Bundeskanzler ist diese Euphorie dem blanken Entsetzen über die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland gewichen“, zitiert „ZDFheute“ Ahlhaus weiter.

Eine aktuelle Umfrage seines Verbandes unter 1.200 mittelständischen Unternehmen zeige, dass rund zwei Drittel der Befragten nicht mehr daran glauben, dass die angekündigte Wirtschaftswende gelingen werde. 79 Prozent hätten angegeben, sie würden nicht einmal mehr ein „engagiertes Bemühen“ der Bundesregierung erkennen, für den Mittelstand relevante Probleme anzugehen. Eine solche Enttäuschung habe man „noch nie gemessen“, habe Ahlhaus geschrieben. Die Zahlen seien ein „Alarmsignal“, Merz solle sie als „Hilfeschrei“ begreifen.

Weiter zitiert „ZDFheute“ Ahlhaus mit einer Aufforderung an den Kanzler, seine Richtlinienkompetenz für dringend notwendige Reformen zu nutzen, denn es sei hinlänglich bekannt, was der Wirtschaftsstandort jetzt brauche.

Vor allem an Gitta Connemann, Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand, übt Ahlhaus demnach scharfe Kritik – also an jener CDU-Politikerin, die einen Anspruch auf sogenannte „Lifestyle-Teilzeit“ abschaffen wollte. „Zu Gitta Connemann hat der deutsche Mittelstand (…) weder ein Mindestmaß an Vertrauen noch ein Rest an Kompetenzvermutung“, heiße es in dem Brief. Ahlhaus habe Merz aufgefordert, „diese personelle Besetzung kritisch zu hinterfragen“.

Ahlhaus war von August 2010 bis März 2011 für die CDU Erster Bürgermeister von Hamburg. Seit 2023 ist er Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft.

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