
Aktualisiert am 06.01.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 3 Min.

Goldgrube „Let’s Dance“: Seit Jahren fährt RTL mit der Tanzshow groß auf – bei den Kandidaten und beim Personal. Dazu gehören besonders drei prominente Namen.
Dass „Let’s Dance“ eines der Aushängeschilder von RTL ist, beweist ein einfacher Umstand. Vergangenes Jahr machte die Jury publik, dass sie vom Sender lukrative Angebote erhalten hatte – und die drei Juroren Joachim Llambi, Jorge González und Motsi Mabuse verlängerten daraufhin ihre Verträge. Nicht für ein Jahr, nicht für zwei, sondern gleich für einen längeren Zeitraum.
„Wir haben letztes Jahr den laufenden Vertrag vorzeitig um gleich mehrere Jahre verlängert“, so Jorge González in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. „Ein solcher Schritt ist für mich ein echter Vertrauensbeweis von RTL gegenüber uns dreien.“ Das ist auch insofern bemerkenswert, als dass RTL in anderen Bereichen nicht für eine solche Konstanz bekannt ist. Im ansonsten so schnelllebigen Showgeschäft mit dauernd wechselnden Jurys wie denen bei DSDS oder „Das Supertalent“ ist „Let’s Dance“ ein Sonderfall: Seit 2013 sitzen Mabuse, González und Llambi gemeinsam hinter dem Jurypult der Tanzsendung, die erstmals 2006 zu sehen war.
Inga Leschek, Programmgeschäftsführerin bei RTL, sprach in der Vergangenheit gar von der „am längsten“ amtierenden „Jury einer Unterhaltungsshow weltweit“. Wie viel sich RTL das kosten lässt, verschweigt der Sender. Doch es ist davon auszugehen, dass alle drei Juroren pro Jahr einen siebenstelligen Betrag überwiesen bekommen. Wie hoch die Millionenverträge der Moderatoren Daniel Hartwich und Victoria Swarovski dotiert sind, ist naturgemäß ein Geheimnis.
Für RTL bleibt unter dem Strich trotz oder gerade wegen seiner „Goldjury“ ein einträgliches Geschäft. Mit mehr als dreieinhalb Millionen Zuschauern gehört „Let’s Dance“ zu den erfolgreichsten Formaten von RTL, in den vergangenen Staffeln wurden auch in der so wichtigen Zielgruppe der jungen Zuschauer mehr als 20 Prozent Marktanteil gemessen. Die Werbung, die der Sender in der Ausstrahlungszeit der Show verkaufen kann, dürfte sich RTL fast auf Dschungelcamp-Niveau vergolden lassen. Mehr zu dem Millionengeschäft im australischen Dschungel lesen Sie hier.
Zumal „Let’s Dance“ schon seit der siebten Staffel im Jahr 2014 ein Primetime-Format ist und im Senderportfolio als Familienprogramm gilt. Dementsprechend kalkuliert RTL auch bei den Werbeverträgen und kassiert bei Firmen für die Clips in den Werbepausen ab.











