Erhöhungen kommen
Vonovia verlangt von Mietern jetzt mehr
Aktualisiert am 23.06.2026 – 15:42 UhrLesedauer: 1 Min.
Der neue Berliner Mietspiegel erlaubt Vermietern deutliche Aufschläge. Vonovia schöpft den Spielraum nicht voll aus – macht aber trotzdem eine Ansage.
Der Wohnungskonzern Vonovia erhöht die Mieten für Teile seiner Berliner Mieterinnen und Mieter um durchschnittlich 4,8 Prozent. Das entspricht im Schnitt 35 Cent mehr pro Quadratmeter – maximal steigt die monatliche Miete um 70 Euro. Als Grundlage dient der neue Berliner Mietspiegel, der eine Erhöhung von bis zu 6,9 Prozent erlauben würde, wie das Unternehmen mitteilte.
Betroffen sind Mieterinnen und Mieter von Vonovia und seiner Tochtergesellschaft Deutsche Wohnen. Wie viele Haushalte konkret eine Erhöhung erhalten, teilte Vonovia auf Nachfrage nicht mit. Nicht alle der rund 130.000 Berliner Wohnungen, die der Konzern nach der Übernahme der Deutsche Wohnen hält, seien betroffen.
So hoch ist der Median der Kaltmieten
Wer durch die Erhöhung mehr als 30 Prozent seines Nettohaushaltseinkommens für die Miete aufwenden müsste, soll nicht ohne Unterstützung bleiben. Vonovia prüfe solche Fälle und suche nach Lösungen. Der Geschäftsbereichsleiter Ost des Unternehmens, Sebastian Krüger, erklärte: „Unser Versprechen: Niemand muss sich Sorgen um die Wohnung machen, und wir finden eine Lösung.“
Der neue Berliner Mietspiegel war im Mai 2026 erschienen. Der sogenannte Median der darin erfassten Nettokaltmieten liegt bei 7,71 Euro pro Quadratmeter. Beim Mietspiegel 2024 hatte dieser Wert noch bei 7,21 Euro gelegen. Der Median ist nicht der rechnerische Durchschnitt, sondern der Mittelwert: Es gibt gleich viele erfasste Mietwerte darüber wie darunter. Die Differenz von 50 Cent entspricht der von Vonovia angeführten Steigerung von 6,9 Prozent.










