Superstar will Änderung
Preisgeld-Streit im Darts wegen WM-Gewinn
15.12.2025 – 14:54 UhrLesedauer: 2 Min.
In diesem Jahr bekommt der Sieger der Darts-WM so eine hohe Summe, wie noch nie. Das löst jedoch auch Ärger aus.
Der diesjährige Sieger der Darts-Weltmeisterschaft erhält ein Preisgeld, das so hoch ist, wie noch nie: eine Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro). Doch genau wegen dieser Summe gibt es nun Ärger. Der berühmte Spieler Michael van Gerwen empfindet den Gewinn als zu hoch und begründet dies auch.
„Mighty Mike“, wie er auch genannt wird, sagte in dem Podcast „Darts Draait Door“ nun: „Die Verteilung finde ich nicht so fair. Ich finde, dass die Platzierung nach dem Sieger nie weniger als die Hälfte sein kann. Die PDC prahlt nur mit der Siegprämie.“ Was van Gerwen meint: Der Zweitplatzierte bekommt 400.000 Pfund (rund 455.000 Euro) und damit eben nicht halb so viel. Auch, wenn es sich auch dabei noch um viel Geld handelt.
Der Niederländer meinte zudem: „Das Problem ist später, dass der Weltmeister sagen kann, dass er an fast keinem anderen Turnier mehr teilnehmen muss. Wer auch immer das ist.“ Auch Darts-Experte Robert Marijanovic sagte bei „Sport1“: „Das Preisgeld für den WM-Sieger in einem Schritt auf eine Million Pfund zu verdoppeln, halte ich für übertrieben.“
Er erklärte zudem: „Ich hätte mir ein paar Zwischenschritte gewünscht, weil die Schere zwischen der WM und den anderen Turnieren, vor allem auf der Pro Tour, noch weiter aufgeht.“ Genau hier setzt auch die weitere Kritik von Michael van Gerwen an.
„Im Vergleich zu den anderen Turnieren ist das nicht gerechtfertigt. Um die Weltmeisterschaft zu gewinnen, musst du bestimmt 500 Pro Tours gewinnen. Dafür brauchst du 20 Jahre“, so der dreimalige Weltmeister zur „Bild“.
Die PDC versteht die Kritiker nicht. Boss Matthew Potter sagte „Sport1“: „Wenn dir jemand sagen würde, dass du die Chance hast, an einem Turnier teilzunehmen und ein zusätzliches Spiel bestreiten musst, um eine Million Pfund zu gewinnen, wäre es wohl schwer, sich darüber zu beschweren.“ Eine Änderung sei nicht geplant.












