Letzte Lösung Spenderorgan
Unter dieser unheilbaren Krankheit leidet Mette Marit
Aktualisiert am 18.05.2026 – 17:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Sie ist auf Sauerstoff und viele Pausen angewiesen: Der Gesundheitszustand von Mette-Marit von Norwegen ist weiterhin schlecht. Sie lebt seit Jahren mit einer schweren Lungenkrankheit.
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit hat seit Jahren eine schwere Lungenkrankheit, eine sogenannte Lungenfibrose. Während der Feierlichkeiten um den norwegischen Nationalfeiertag am 17. Mai zeigte sich die Kronprinzessin mit einem Sauerstoffgerät in der Öffentlichkeit und musste sich mehrfach hinsetzen.
Ihr Gesundheitszustand hatte sich bereits Ende letzten Jahres soweit verschlechtert, dass Ärzte sie auf eine Lungentransplantation vorbereiteten. Der genaue Zeitpunkt der Operation ist nicht bekannt. Aber was genau verbirgt sich hinter der Diagnose Lungenfibrose, und wie sind die Erfolgsaussichten nach einer Lungentransplantation?
So zeigt sich eine Lungenfibrose
Bei einer Lungenfibrose vernarbt das Lungengewebe zunehmend. Die Ursachen dafür lassen sich häufig nicht eindeutig feststellen. In manchen Fällen führen beispielsweise giftiger Staub oder Lungenentzündungen zu einer Fibrose. Die Lunge wird dadurch steif, der Sauerstoffaustausch funktioniert immer schlechter.
Die Erkrankung verursacht wiederkehrende oder lang anhaltende Entzündungen des Lungengewebes, die Husten, Atemnot und Sauerstoffmangel nach sich ziehen. Viele Betroffene sind auf Sauerstoffgeräte angewiesen, können kaum noch Treppen steigen oder sich frei bewegen. Nach ihrer Diagnose im Jahr 2018 musste die Kronprinzessin schon viele Termine aufgrund ihrer Beschwerden absagen.
Lungenfibrose und andere Gründe für eine Spenderlunge
Eine Lungenfibrose ist bisher nicht heilbar. Wenn Medikamente bei nicht mehr greifen und die Lungenfunktion zu stark abnimmt, bleibt als einzige Option die Transplantation. Weitere häufige Gründe für eine Lungentransplantation sind Erkrankungen wie:
- Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), dauerhaft entzündete und verengte Bronchien
- Mukoviszidose, eine angeborene Stoffwechselstörung
- Lungenödeme, Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge
Aber: Eine Lungentransplantation ist immer der letzte Ausweg. Sie kommt nur dann infrage, wenn die Lunge endgültig versagt und keine anderen medizinischen Maßnahmen mehr helfen.
Wie läuft eine Lungentransplantation ab?
Der Ablauf einer Lungentransplantation ist hochkomplex. Je nach Zustand des Patienten wird entweder ein einzelner oder beide Lungenflügel ersetzt.
Früher wurde der Brustkorb dafür großflächig geöffnet, heute bevorzugen viele Kliniken minimalinvasive Techniken. Dabei wird auf das Durchtrennen des Brustbeins verzichtet, was für die Patienten schonender ist – allerdings auch mehr chirurgisches Können verlangt.
Während der Operation wird zunächst ein kranker Lungenflügel entfernt. Die Spenderlunge wird anschließend mit den wichtigsten Strukturen verbunden: den Hauptbronchien, den Lungenvenen und der Lungenschlagader. In der Regel bleibt der zweite Lungenflügel währenddessen funktionsfähig, sodass oft keine Herz-Lungen-Maschine benötigt wird. Wird eine beidseitige Lungentransplantation durchgeführt, erfolgt sie gestaffelt – erst eine Seite, dann die andere.

Aber: Der Weg zur Transplantation ist nicht immer planbar – er hängt von vielen Faktoren ab, wie dem Gesundheitszustand des Patienten und der Verfügbarkeit eines passenden Spenderorgans. Für die norwegische Kronprinzessin beginnt nun daher eine weitere, herausfordernde Etappe.











