
Nach Epstein-Enthüllungen
Kronprinzessin Mette-Marit verliert Schirmherrschaft
Aktualisiert am 10.02.2026 – 18:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit verliert eine Schirmherrschaft. Es ist bereits die zweite Organisation, die Konsequenzen aus den Epstein-Enthüllungen zieht.
Der Epstein-Skandal hat für Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen weitere Folgen. Nach der Organisation „Sex and Society“ hat nun auch „Council for Mental Health“ seine Zusammenarbeit mit der 52-Jährigen vorerst eingestellt. Die Organisation pausiert die Schirmherrschaft der Kronprinzessin für das Jahr 2026.
Generalsekretärin Tove Gundersen begründete die Entscheidung damit, dass es angesichts der ernsten Lage sinnvoll sei, der Kronprinzessin Zeit zu geben. „Wir halten es für vernünftig, dass sie das in dieser kritischen und ernsten Situation bekommt“, teilte sie dem norwegischen Sender „NRK“ mit.
Gleichzeitig distanzierte sich die Organisation klar von den Vorwürfen um „Menschenhandel, Gewalt und sexuelle Übergriffe“, die im Kontext der Epstein-Enthüllungen mehr und mehr ans Licht kommen.
Die Entscheidung des „Council for Mental Health“ folgt auf einen ähnlichen Schritt von „Sex and Society“. Norwegens größte Einrichtung für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte hatte ihre Kooperation mit Mette-Marit bereits Anfang Februar beendet.
Nicht alle Organisationen ziehen jedoch die gleichen Konsequenzen. Der Norwegische Bibliotheksverband, dessen Schirmherrin die Kronprinzessin seit 2023 ist, möchte die Zusammenarbeit fortsetzen. Die Vorsitzende Helene Voldner bestätigte der norwegischen Zeitung „Se og Hør“, dass der Verband einen Brief der Königsfamilie erhalten habe. Zum Inhalt äußerte sie sich nicht konkret, erklärte aber: „Wir schätzen die Informationen der königlichen Familie und dass sie in direktem Kontakt und Dialog mit den Organisationen steht, deren Schirmherrin sie ist. Wir werden auf weitere Informationen warten.“
Ende Januar waren neue Dokumente beim US-Justizministerium veröffentlicht worden, die Mette-Marits Verbindungen zu Jeffrey Epstein offenlegten. Die Kronprinzessin wird in den Unterlagen über 1.000 Mal erwähnt. Die Dokumente belegen E-Mail- und Handykontakte sowie mehrere persönliche Treffen zwischen der Kronprinzessin und dem verurteilten Sexualstraftäter. Besonders brisant: Mette-Marit soll sogar ein Treffen zwischen Epstein und ihrem Ehemann, Kronprinz Haakon, arrangiert haben. Ende vergangener Woche bat die Kronprinzessin den König von Norwegen um Entschuldigung.










