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Home » Mercedes-Boss Källenius prüft Einstieg in Rüstungsgeschäft
Wirtschaft

Mercedes-Boss Källenius prüft Einstieg in Rüstungsgeschäft

By zeit-heute.deMai 16, 20263 Mins Read
Mercedes-Boss Källenius prüft Einstieg in Rüstungsgeschäft
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Konzern prüft neues Geschäftsfeld

Mercedes prüft radikale Wende

Aktualisiert am 16.05.2026 – 20:11 UhrLesedauer: 2 Min.

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Mercedes Chef Ola Källenius gibt eine neue Richtung vor. (Archivbild) (Quelle: Bernd Weißbrod/dpa/dpa-bilder)

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Mercedes kommt nicht aus der Krise. Nun denkt der Konzern radikal um und erwägt eine Expansion mit Verteidigungsgütern. Ganz neu ist die Strategie nicht.

Nach Volkswagen erwägt auch der deutsche Autobauer Mercedes-Benz einen Einstieg in die Rüstungsproduktion. Konzernchef Ola Källenius sagte dem „Wall Street Journal“: „Die Welt ist unberechenbarer geworden, und ich denke, es ist absolut klar, dass Europa sein Verteidigungsprofil stärken muss.“ Der Mercedes-Boss weiter: „Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit.“

Zuvor war in Medien spekuliert worden, Mercedes könnte sein Werk in Ludwigsfelde vor den Toren Berlins an den deutsch-französischen Panzerbauer KNDS abgeben. Statt des Lieferwagens Sprinter könnte dort dann der Panzer Boxer hergestellt werden.

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Die Autoindustrie in Deutschland kriselt. Umsatz und Gewinn brechen ein. Nicht nur die Zuliefererindustrie leidet und schielt auf neue Geschäftsfelder. Zuletzt kündigte der Druckmaschinenhersteller Heideldruck den Einstieg ins Drohnengeschäft an.

„Könnte eine wachsende Nische sein“

Nun lockt der wachsende Verteidigungsbereich auch Mercedes an. Konzern-Chef Källenius verwies darauf, dass Autobauer „außerordentlich gut“ darin seien, „Präzisionsmaschinen in hoher Qualität“ herzustellen. Im Vergleich zur Autoproduktion werde der Rüstungsbereich in Zukunft eher einen kleineren Teil der Aktivitäten seines Unternehmens ausmachen. „Es könnte eine wachsende Nische sein, die zu unserem Konzernergebnis beiträgt.“

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP erklärte Mercedes-Benz: „Frieden, Sicherheit und Freiheit“ seien „die Grundlagen unserer Gesellschaft“. Sie zu schützen sei eine gemeinsame Aufgabe. „Wir leisten als Unternehmen unseren Beitrag dazu.“

imago images 0823950474Vergrößern des Bildes
Daimler-Manager Edzard Reuter (1928-2024) gab in Stuttgart die Devise des integrierten Technologiekonzerns aus. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Axel Kammerer/imago)

Mit modifizierbaren Fahrzeugen für Sicherheits- und Verteidigungseinsätze stärke Mercedes „seit Jahrzehnten die Verteidigungs- und Sicherheitspolitik Europas und der Nato“, erklärte das Unternehmen weiter. So sind Varianten des Geländewagen-Modells G-Klasse weltweit als Militärfahrzeuge im Einsatz.

Seit vielen Jahren würden „auch Fahrgestelle an spezialisierte Unternehmen“ geliefert, „die diese in eigener Verantwortung und unter eigener Marke für militärische Anwendungen ausbauen und vermarkten“. Alle Lieferungen erfolgten „im Einklang mit Sanktions- und Exportkontrollvorschriften“.

VW-Boss Blume: „Wir reden nicht von Panzern“

Mercedes ist nicht der einzige deutsche Autobauer, der eine Zukunft in der Verteidigungsindustrie sieht. Volkswagen ist nach Angaben von Konzernchef Oliver Blume in Kontakt mit Unternehmen der Branche. So könnte der VW-Standort Osnabrück entsprechend umgerüstet werden. Dabei könnte es etwa um eine Zusammenarbeit im Bereich der Raketenabwehr gehen, sagte Blume im März.

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