
Papierfabrik
Melitta-Gruppe schließt Werk im Osten
18.01.2026 – 03:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Melitta-Gruppe hat die Schließung ihrer Papierfabrik in Neu Kaliß angekündigt. Für 115 Beschäftigte endet damit eine lange Tradition am Standort.
Die Papierfabrik in Neu Kaliß im Landkreis Ludwigslust-Parchim wird am 31. März geschlossen. Das Unternehmen Neu Kaliß Spezialpapier GmbH gehört zur Melitta-Gruppe. Als Grund ist laut NDR eine seit Jahren schlechte Geschäftslage genannt worden.
Durch die Schließung werden 115 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlierren. Bestätigt worden ist das Aus für das Werk vom Bürgermeister der Gemeinde, Burkhard Thees. Er sagte dem NDR: „Das geht natürlich tief rein. Wer über Neu Kaliß spricht, spricht über Papierhersteller“.
Eine Insolvenz ist nach Angaben des Unternehmens nicht angemeldet worden. Die Melitta-Gruppe hat angekündigt, weitere Details zu den Hintergründen der Schließung in den kommenden Tagen bekannt zu geben. Bislang sind keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht worden.
Die Papierproduktion in Neu Kaliß hat im Jahr 1799 mit der Errichtung einer Papiermühle begonnen. Ab 1871 wurde dort maschinell Papier hergestellt. Produkte mit dem Stierkopf-Wasserzeichen wurden zunächst in Deutschland verkauft und später auch ins Ausland exportiert.
Nach den Weltkriegen, der Enteignung und politischen Veränderungen wurde der Standort weiter für die Papierproduktion genutzt. Die Herstellung verlagerte sich auf Spezialpapiere. Im Jahr 1992 übernahm die Melitta Unternehmensgruppe die Anlagen in Neu Kaliß.
Unter dem Namen Neu Kaliß Spezialpapier GmbH führt Melitta seitdem die Papierherstellung fort. Das Unternehmen knüpft damit an die historische Papiermachertradition vor Ort an. Die Produktion ist heute auf besondere Papiersorten ausgerichtet.











