
Mehr als jeder Zehnte hat den Angaben zufolge bereits darüber nachgedacht, in einem solchen Fall das Land zu verlassen. Um herauszufinden, wie groß der Anteil der Bevölkerung ist, der im Falle einer deutschen Kriegsbeteiligung flüchten würde, hat das Institut folgende Frage gestellt: „Neulich sagte jemand: „Wenn Deutschland in einen Krieg verwickelt wird, würde ich Deutschland verlassen.“ Wie ist das bei Ihnen: Würden Sie in einem solchen Fall auch darüber nachdenken, Deutschland zu verlassen, oder käme das für Sie nicht infrage?“
Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) antworteten demnach, für sie käme es nicht infrage, Deutschland zu verlassen. Rund jeder Vierte (24 Prozent) gab an, in einem solchen Fall über eine Flucht nachzudenken. 14 Prozent der Bevölkerung hat laut Umfrage bereits darüber nachgedacht, in einem solchen Fall Deutschland zu verlassen. 13 Prozent der Befragten äußerten sich zu dieser Frage unentschieden.
Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch, dass sich aktuell nicht mehr so viele Menschen durch Terroranschläge bedroht fühlen wie noch vor Jahresfrist. Waren es vor Jahresfrist noch 42 Prozent, so fühlen sich aktuell noch rund 33 Prozent durch Terroranschläge persönlich bedroht.
Dass Fragen der inneren Sicherheit insgesamt für die aktuelle Regierung einen größeren Stellenwert haben als für die Vorgängerregierung aus SPD, Grünen und FDP, glauben 36 Prozent der Menschen in Deutschland. 44 Prozent sehen hier keinen Unterschied. Neun Prozent meinen, dass dieses vor allem von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) besetzte Politikfeld für die schwarz-rote Bundesregierung eine weniger große Bedeutung hat als für die Ampel-Regierung. Elf Prozent der Befragten äußerten sich hierzu unentschieden. Die Grünen hatten Dobrindt zuletzt vorgeworfen, er beschäftige sich zu wenig mit innerer Sicherheit und sei zu stark auf Migrationsfragen fokussiert.
Nach der Corona-Pandemie, der zeitweise sehr hohen Inflation, dem Ukraine-Krieg und weiteren geopolitischen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen sei bei einem großen Teil der Bevölkerung eine gewisse „Erschöpfung“ zu spüren, sagt Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach. Und noch ein weiteres Risiko sei zuletzt stärker in den Fokus gerückt: 71 Prozent der Menschen in Deutschland zählen laut Studie Cyberattacken auf kritische Infrastruktur zu den größten Gefahren für das Land.











