
„Verheerend“
US-Airline verschärft Regeln für Passagiere
23.01.2026 – 16:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Bisher war die Fluggesellschaft Southwest bei einer Passagiergruppe sehr beliebt. Doch eine neue Regel könnte das ändern.
Die amerikanische Fluggesellschaft Southwest Airlines führt ab dem 27. Januar eine neue Regel für übergewichtige Passagiere ein. Fluggäste, die aufgrund ihres Körperumfangs einen zweiten Sitzplatz bräuchten, müssen diesen ab sofort bezahlen. Das berichtete die „New York Times“.
Bisher hatten übergewichtige Passagiere zwei Optionen: Entweder konnten sie vorab einen zweiten Sitzplatz buchen – und sich diesen später erstatten lassen – oder am Flughafen um einen zusätzlichen Platz bitten. Weitere Kosten kamen also nicht auf die Kunden zu.
Als Maßstab gelte zukünftig die Armlehne, hieß es weiter. Wer „in den Nachbarsitz hineinragt“, müsse das jetzt bezahlen, zitiert die Zeitung die Airline. Die Möglichkeit einer Rückerstattung gebe es zukünftig nur noch, wenn der Flug zum Zeitpunkt des Abfluges nicht ausgebucht und beide Tickets in derselben Buchungsklasse gekauft worden seien.
Die Änderung stößt bei Interessenvertretern auf Kritik. Tigress Osborn, Vorsitzende der National Association to Advance Fat Acceptance, erklärte der „New York Times“, die Airline sei bisher „der einzige Hoffnungsschimmer“ für Übergewichtige gewesen, die sonst gar nicht geflogen wären. Sie habe sich großer Beliebtheit erfreut. Die neue Regel sei aus ihrer Sicht „verheerend“. Für Menschen mit Übergewicht werde Fliegen jetzt teurer, begründete sie ihr Urteil. Gleichzeitig werde es zu einer belastenden Erfahrung.
Es ist nicht die erste neue Regel bei der US-Airline. Erst 2024 wurden zusätzliche Gebühren für mehr Beinfreiheit und Nachtflüge angekündigt. Dies gehe auf Druck von Investoren zurück, die damit die Gewinne steigern wollen, berichtete „heute.at“.











