Kolumbien
Militärflugzeug mit mehr als 120 Passagieren stürzt ab
Aktualisiert am 24.03.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Militärflugzeug der kolumbianischen Luftwaffe ist kurz nach dem Start abgestürzt. An Bord waren mehr als 120 Menschen, mehrere Insassen kamen ums Leben.
In Kolumbien ist am Montag ein Militärflugzeug kurz nach dem Start abgestürzt. Das bestätigte Verteidigungsminister Pedro Sánchez auf der Plattform X. An Bord befanden sich nach Angaben des Luftwaffenkommandeurs General Carlos Fernando Silva 114 Passagiere sowie elf Besatzungsmitglieder.
Nach jüngsten Angaben des regionalen Gouverneurs John Gabriel Molina Acosta kamen mindestens acht Menschen ums Leben. Zudem seien mindestens 83 Verletzte registriert worden, darunter 14 in kritischem Zustand. Damit bleibt das Schicksal von mehr als 30 Insassen zunächst unklar.
Die Maschine vom Typ Hercules war in Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru gestartet. Wenige Minuten später stürzte sie aus bisher ungeklärter Ursache ab. Die Zeitung „El Tiempo“ berichtete, das Flugzeug sei auf dem Weg nach Bogotá gewesen, offenbar im Rahmen eines Truppenwechsels.
Laut Minister Sánchez befinden sich bereits Militäreinheiten am Ort des „tragischen Unfalls“. Die Unglücksursache sei noch nicht bekannt. Man habe alle Protokolle zur Betreuung der Opfer aktiviert, teilte der Verteidigungsminister mit.
In sozialen Netzwerken verbreitete Videos zeigen eine große graue Rauchwolke und Trümmerteile am Unglücksort. Neben Militärs und Feuerwehrkräften waren dort auch Zivilisten zu sehen. Laut örtlichen Berichten halfen Anwohner bei den Rettungsarbeiten.
Nach Angaben des Gouverneurs handelt es sich bei den meisten Insassen um Militärangehörige. Zudem seien einige Polizisten an Bord gewesen. Präsident Petro sprach von einem „schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen“. Zugleich verwies er auf die Notwendigkeit, die Militärflotte des Landes zu modernisieren.
In Bolivien war Ende Februar ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Dabei kamen mindestens 24 Menschen ums Leben.












