
Zuletzt wurde seine Villa beschossen
Berliner Clan-Boss tot – Polizei fürchtet Krieg auf den Straßen
Aktualisiert am 21.01.2026 – 13:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Dezember feuerten Unbekannte Schüsse auf die Villa von Mehmet K. ab. Jetzt ist er tot – und es könnte ein Kampf um seine Nachfolge entbrennen.
Die Berliner Clangröße Mehmet K. ist tot. Auf seinem Instagram-Account wurde der Tod des 62-Jährigen bekannt gegeben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge starb K. infolge einer schweren Krankheit.
Jetzt fürchten Experten, dass ein blutiger Kampf ausbrechen könnte. Schon vor dem Tod von K. hatte sich eine Gewalteskalation angedeutet. Unbekannte feuerten im Dezember mindestens zehn Kugeln auf die Villa des von seiner Krankheit bereits gezeichneten Clanchefs ab.
Die Geschosse trafen zwei Fensterfronten, die Attentäter sollen schwarz gekleidet und vermummt gewesen sein. K. setzte nach dem Anschlag ein Kopfgeld von 500.000 Euro auf die Täter aus.
Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin, teilte nach dem Tod von K. mit: „Wer die letzten Jahrzehnte in der Hauptstadt verfolgt hat, weiß, dass mit Herrn K. eine Clangröße verstorben ist, die in der organisierten Kriminalität bis zuletzt Einfluss genossen hat und ein Vakuum hinterlässt.“ Nicht nur Trauerfeier und Begräbnis würden die Polizei nun vor Aufgaben stellen, sondern „auch der Konkurrenzkampf um Absatzmärkte und Einfluss auf den Straßen“.
Am Dienstag versammelten sich vor einem Restaurant in Kreuzberg hunderte Menschen, während drinnen Familienangehörige und engste Freunde saßen. Wann die Beerdigung stattfindet, ist noch unklar.
K. stammte aus dem türkischen Bingöl, zog nach eigener Aussage mit 17 Jahren nach Berlin, machte eine Ausbildung zum Dreher und Maschinenschlosser, heiratete und bekam mit seiner Frau zwei Kinder. Später verdiente er viel Geld mit Wettbüros und Immobilien. Seine Kontakte sollen weitreichend gewesen sein, auch das Berliner Clan-Oberhaupt Issa Remmo gehörte dem Vernehmen nach dazu. Unterweltgrößen in der Türkei kondolierten anlässlich seines Todes.
In der auf seinem Instagram-Account verbreiteten Todesnachricht wandte sich K. selbst an die Hinterbliebenen: „Ich bin nicht in diese Stadt gekommen, um ein Name zu werden, sondern um eine Spur zu hinterlassen“, heißt es in dem Beitrag unter anderem. Und: „Ich habe gewonnen, aber nicht für mich selbst gehortet; indem ich teilte, bin ich gewachsen.“











