Kritik vor der WM
Sammer: „Wir schämen uns fast für diese Tugenden“
27.05.2026 – 07:26 UhrLesedauer: 1 Min.
Kampfgeist und Wille zählen zum deutschen Fußball, sagt Matthias Sammer. Dass das so ist, ist für den Europameister nur selten zu sehen.
Kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft hat der frühere Nationalspieler Matthias Sammer dem deutschen Fußball fehlenden Kampfgeist und eine unklare Spielphilosophie vorgeworfen. Im Interview mit dem Magazin „Stern“ forderte der Europameister von 1996 ein verbindliches Spielkonzept für den DFB – und mehr Einfluss ehemaliger Spitzenspieler.
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Der 58-Jährige sagte: „Zu unseren Stärken haben immer Kampfgeist und Wille gezählt. Das hat alle großen Mannschaften ausgemacht. Und jetzt schämen wir uns fast für diese Tugenden.“ Im deutschen Fußball werde zudem zu viel über Haltungsnoten gesprochen: „Wir reden zu viel über die Schönheit des Spiels, über Ballbesitz – und zu wenig darüber, wie man es gewinnt.“
Kritik an Leuten, die „nicht wissen, wie es in einer Kabine zugeht“
Das geforderte Spielkonzept solle für die Nationalmannschaft und alle Nachwuchsteams gelten. Als sportlicher Berater von Borussia Dortmund wünscht sich Sammer außerdem, dass sich die Weltmeistermannschaft von 2014 stärker in den deutschen Profifußball einbringt: „Wir brauchen mehr Jungs, die auf höchstem Niveau gespielt haben und auch die Verantwortung im Fußball von heute mit übernehmen.“
Die geringe Zahl ehemaliger Spitzenspieler in der Bundesliga bereite ihm große Sorgen. In entscheidenden Positionen seien zu viele Leute am Werk, die „nicht wissen, wie es in einer Kabine zugeht“.
