Nur eine Ausnahme
Ein Bier für den Mindestlohn: „Absurde Preise“ bei der WM
Aktualisiert am 17.06.2026 – 08:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Bier für knapp 20 Euro? In den WM-Stadien wird Essen und Trinken zur Geldvernichtung – mit einer Ausnahme: Ein 83 Jahre alter Stadionbesitzer blieb stur.
In Deutschland gibt es zu WM-Zeiten einen Kasten Bier teils im Angebot für rund 10 Euro. Auch aktuell tobt hierzulande ein Preiskampf um den Gerstensaft. Fußball und Bier, das gehört für viele Fans einfach zusammen. Auch vor Ort bei der XXL-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Nur, dass dort der Becher Bier meist teurer ist als der Kasten in Deutschland und schon mal auf dem Niveau des Mindestlohn-Tagessatzes liegen kann.
„Absurde Preise im WM-Stadion“, schrieb das österreichische Portal heute.at und hatte auch für die Fans der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick einen Rat: „Sie planen eine Reise zur WM inklusive Match-Besuch? Hinweis der Redaktion: Lassen Sie Hunger und Durst vor dem Stadion zurück.“ Im fernen Australien titelte das Portal news.com.au: „Fußballfans empört über die Preise bei der Weltmeisterschaft.“
Im Video | Diese Regel-Änderungen müssen Sie kennen
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Pommes für 17 Euro
Diese WM geht wegen horrender Ticketpreise, Flug- und Hotelkosten dank eines Drei-Länder-Turniers mit 104 Spielen mächtig an den Fan-Geldbeutel – im Stadion hört es damit nicht auf. Bis zu 23 Dollar für ein Import-Bier werden fällig, gesehen im Stadion Santa Clara nahe San Francisco. Umgerechnet sind das rund 19,80 Euro – für nicht einmal einen halben Liter. Ein amerikanisches Bier in derselben Größe kostet 21 Dollar – macht 18,10 Euro.
Selbst im Finalstadion von East Rutherford unweit New Yorks kostet das Bier weniger – günstig ist es deswegen noch lange nicht mit rund 13,80 Euro fürs einheimische und 14,65 Euro fürs importierte Bier. Und im kalifornischen Inglewood, wo die Mannschaft der USA mit ihrem 4:1 gegen Panama eindrucksvoll in das Turnier gestartet war, rufen die Betreiber an den Getränke- und Essensschaltern knapp 16 beziehungsweise 17 Euro auf. Immerhin für 0,59 Liter statt für 0,47 Liter wie in Santa Clara oder East Rutherford.
Die Maßeinheiten bei dem Turnier werden meist in Flüssigunzen (oz) angegeben, so kommen auch die merkwürdigen Literangaben zustande. „Die amerikanischen Fans können sich eher diese Preise leisten, als eine Niederlage des US-Teams verkraften“, spottete die englische „Sun“ über die hohen Preise für Getränke und Speisen in den WM-Stadien, etwa Chips für umgerechnet etwa 6,50 Euro oder Pommes für über 17 Euro wie in Philadelphia.
