20-Jährigem steckt Messer noch im Gesäß
Maskierte schießen 14-Jährigen in Kulturverein nieder
Aktualisiert am 14.09.2026 – 16:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Verdächtige dringen in die Räume eines türkischen Kulturvereins ein und feuern Schüsse ab. Die Gewerkschaft der Polizei spricht eine deutliche Warnung aus.
Bei einer blutigen Auseinandersetzung sind in Hamburg-Ottensen zwei Menschen verletzt worden. Bei einem der Opfer handelt es sich um einen 14-Jährigen, wie die Beamten mitteilten. Er sei am Sonntagabend bei dem Angriff auf einen türkischen Kulturverein ins Visier der Täter geraten, die auf den Jungen geschossen hätten. Mehrere Anrufer hätten der Polizei Schüsse gemeldet.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge geschah die Attacke gegen 22.20 Uhr. Zuvor habe es offenbar Streit gegeben. Der NDR berichtete, dabei könnte es sich um eine Auseinandersetzung im Drogenmilieu handeln.
Zwei maskierte Täter drangen laut Polizei in die Räume des Kulturvereins ein. Eine Kugel traf den 14-Jährigen am Oberschenkel. Er kam zur Behandlung in ein Krankenhaus, Lebensgefahr bestand den Beamten zufolge nicht.
Zweiter Verletzter: Mann steckt Messer noch im Gesäß
Bei der anschließenden Fahndung entdeckten die Ermittler nicht weit entfernt einen 20-Jährigen mit mehreren Stichverletzungen. Dem NDR zufolge steckte ihm noch ein Messer im Gesäß. Auch der junge Mann soll sich zuvor in dem Kulturverein aufgehalten haben. Seine Verletzungen seien ebenfalls nicht lebensbedrohlich, hieß es.
Die Fahndung nach den Tätern blieb bisher ohne Ergebnis. Die Polizei bittet nun Zeugen um Hinweise.
Gewerkschaft fordert mehr Prävention
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte den Hamburger Senat zu einer Präventionsinitiative auf. Junge Menschen sollten über die Methoden krimineller Anwerbung und die tatsächlichen Folgen von Gewaltkriminalität aufgeklärt werden.
„Wir wissen noch nicht, was hinter der Verletzung des 14-Jährigen steckt. Deshalb verbieten sich Spekulationen“, erklärte der GdP-Landesvorsitzende Lars Osburg und fügte hinzu: „Der Fall zeigt aber, wie nah Schusswaffengewalt jungen Menschen gekommen ist.“ Hamburg dürfe nicht warten, bis aus der Faszination für Waffen, Macht und schnelles Geld eine kriminelle Karriere werde.











