
Unternehmen in Bayern
Maschinenfabrik insolvent – 250 Mitarbeiter betroffen
27.01.2026 – 20:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Kemptener Maschinenfabrik (KMF) stellt Antrag auf Insolvenz. Der Geschäftsbetrieb soll zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Die wirtschaftliche Lage im deutschen Maschinenbau bleibt angespannt. Jetzt hat auch die Kemptener Maschinenfabrik GmbH (KMF) Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind rund 250 Beschäftigte – etwa 200 in Kempten, weitere 50 bei der ebenfalls insolventen Buck GmbH im baden-württembergischen Ravensburg. Beide Unternehmen gehören zur Hydraulik Nord Group. Die Löhne der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld vorerst für drei Monate gesichert.
Ziel des Verfahrens ist es, die Unternehmen strukturell an das veränderte Marktumfeld anzupassen und sie langfristig zu stabilisieren. Der Geschäftsbetrieb soll im Rahmen des vorläufigen Verfahrens ohne Einschränkungen weiterlaufen. Ein bereits gestarteter Investorenprozess wird nach Angaben der Unternehmensberater von Falkensteg wieder aufgenommen.
Hintergrund der finanziellen Schieflage seien unter anderem kurzfristige Auftragsstornierungen, hohe Fixkosten und ein gestiegener Liquiditätsbedarf, wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist. Auch finanzielle Hilfen durch die Holding konnten zuletzt keine nachhaltige Verbesserung bei Liquidität und Ergebnis bewirken.
Die Sanierung erfolgt unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters. Als Generalbevollmächtigte begleiten die Rechtsanwälte Tillmann Peeters und Maximilian Schneider den Prozess. Laut Schneider habe es bereits „positive und konstruktive Resonanz“ von Kunden und Lieferanten gegeben.
Die IG Metall zeigte sich vom Schritt überrascht und kündigte eine kurzfristige Mitgliederversammlung an, um das weitere Vorgehen zu besprechen.








