Neues Geschäftsfeld im Visier
Maschinenbauer in Franken rutscht in Insolvenz
28.10.2026 – 13:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Das nächste Maschinenbauunternehmen steckt in der Krise. Doch hofft der insolvente Maschinenbauer Leicht auf ein neues Geschäftsfeld.
Das Unternehmen Maschinenbau Leicht (MBL) ist insolvent. Die Firma aus dem fränkischen Hallstadt musste beim Amtsgericht Bamberg Insolvenz anmelden. Insolvenzverwalter Stefan Debus sprach von einer „akuten Liquiditätslücke“.
Schon im Juli gab es Probleme mit Löhnen und Gehältern der Beschäftigten. Nun erhalten die rund 330 Mitarbeiter zunächst für drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
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Maschinenbau Leicht wurde vor mehr als 60 Jahren gegründet. Das Unternehmen setzte mit Spezialanfertigungen, etwa im Stahlbau, auf Expansion. Doch erfasste die Krise der Wirtschaft zuletzt auch den fränkischen Traditionsbetrieb.
Wirtschaftsministerin Reiche mahnt
Ein Umbau wurde eingeleitet. Und zeigte Erfolg. Allein im Vorjahr erzielte das fränkische Spitzenunternehmen einen Auftragszuwachs von 34 Prozent. Doch blieben wichtige Zahlungen aus. So kam nun die Insolvenz.
Insolvenzverwalter Debus zeigt sich dennoch zuversichtlich. „Die Auftragsbücher sind voll“, zitierte ihn der Bayerische Rundfunk. Vor allem von einem Bereich will das kriselnde Unternehmen in Franken profitieren: dem Rüstungsboom. „Maschinenbau Leicht befindet sich mitten in einem Transformationsprozess hin zu einem diversifizierten Unternehmen, unter anderem mit Kunden aus den Wachstumsbereichen Rüstungs- und Medizintechnik sowie Energie“, erklärte Debus weiter.
Die schwarz-rote Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich im Vorjahr auf ein Investitionsprogramm von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr verständigt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte bei der Vorstellung der jüngsten Konjunkturdaten auch auf die Verteidigungsindustrie als Wachstumsmarkt verwiesen, zugleich aber angemahnt, dass der Aufschwung nun seine Tragfähigkeit beweisen müsse.
MBL gehört zur Mey Group. Von den 330 Beschäftigten am Standort Hallstadt ist knapp jeder Zehnte ein Azubi.











