
Vierter Tag vor Gericht
Prozess um Marius Borg Høiby: Zwei Journalisten fliegen raus
06.02.2026 – 18:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Für das norwegische Königshaus ist es eine harte Zeit. Mette-Marit taucht in den Epstein-Akten auf und Marius Borg Høiby steht vor Gericht. Der vierte Prozesstag brachte einige Überraschungen mit sich.
Seit dem 3. Februar muss sich Marius Borg Høiby, Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit und Stiefsohn von Kronprinz Haakon, vor Gericht verantworten. Die Anklage umfasst insgesamt 38 Punkte, darunter Vergewaltigung und sexueller Missbrauch.
An Tag vier der Verhandlung ging es im Saal zeitweise turbulent zu. Gleich zwei Journalisten wurden des Gerichtssaals verwiesen. Wie unter anderem „VG“ berichtet, verstieß eine Journalistin, die für die norwegische Tageszeitung „Dagbladet“ akkreditiert war, gegen das Fotoverbot. Sie hatte eine Übersichtsgrafik fotografiert, was dem Sicherheitsdienst auffiel. Auch ein Fotograf von „Aftenposten“ hielt sich später nicht an die Vorgaben.
Der betroffene Journalist von „Aftenposten“ sagte, er habe eigentlich ein Bild des Schlafexperten Ståle Pallesen machen wollen. Im Hintergrund war allerdings der Angeklagte zu sehen. Laut ihm war es ein Versehen.
Beide wurden der Verhandlung verwiesen und verlieren ihre Akkreditierung „für den Rest der Hauptverhandlung“. Die jeweiligen Medien dürfen jedoch andere Vertreter schicken. Beide Journalisten entschuldigten sich öffentlich für ihren Fehltritt.
Doch auch außerhalb des Gerichtssaals passierte etwas: Kronprinz Haakon besuchte einen Kindergarten in Oslo und äußerte sich dort überraschend zu der Krise im norwegischen Königshaus.
„Wenn viel auf einmal los ist, wie es derzeit bei unserer Familie der Fall ist, mache ich mir ein wenig Sorgen, dass wir unsere Prioritäten nicht in der richtigen Reihenfolge setzen“, so der 52-Jährige. „Für mich ist es im Moment am wichtigsten, mich um meine Familie zu kümmern. Wir unterstützen Marius in der Situation, in der er ist. Wir kümmern uns um die anderen Kinder, auch auf sie müssen wir aufpassen. Und dann muss ich mich um die Kronprinzessin kümmern. Zum Glück kümmert sie sich auch um mich.“
Auch für Mette-Marits Situation bittet er um Verständnis. „Sie will gerne über alles reden, aber sie schafft das im Moment nicht. Meiner Meinung nach sollte sie das auch im Moment nicht. Sie braucht Zeit, um sich zu sammeln und zur Ruhe zu kommen. Dann wird sie über alles reden“, verspricht Kronprinz Haakon.











