
Er ist ihre Jugendliebe
Margot Käßmann möchte ihren Partner nicht heiraten
06.01.2026 – 22:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie kennen sich seit der Schulzeit, wurden vor zwölf Jahren wieder ein Paar. Doch auf einen Trauschein wollen Margot Käßmann und Andreas Helm verzichten.
Die Aufregung war groß, als 2007 bekannt wurde, dass sich Margot Käßmann scheiden lässt. Die Pfarrerin war damals Landesbischöfin Hannovers und die erste Amtsträgerin dieser Kategorie, die den Schritt aus der Ehe wagte. 26 Jahre war sie mit dem Pastor Eckhard Käßmann verheiratet gewesen, hat mit ihm vier Töchter.
„Ich hatte mit dem Thema Männer eigentlich abgeschlossen“, sagt die 67-Jährige dem „Bunte“-Magazin jetzt rückblickend über die Zeit nach der Trennung. Doch sie fand ein neues Glück – mit einer alten Liebe. Während ihrer Schulzeit war Margot Käßmann mit Andreas Helm zusammen gewesen, vor zwölf Jahren trafen sie sich dann wieder.
Der katholische Schauspieler besuchte eine Vorlesung der Theologin und sprach sie an. Es war sofort wieder ein „Gleichklang“ da, erinnert sich die frühere EKD-Ratsvorsitzende. Beide verbinde ihr Interesse an Kirche und Glauben. Heiraten wollen sie aber nicht. „Wir brauchen das nicht, wir haben auch so eine verbindliche Beziehung“, betont die 67-Jährige.
Andreas Helm steht zu ihr – in guten wie in schlechten Zeiten. 2019 wurde bei Margot Käßmann zum zweiten Mal Brustkrebs diagnostiziert, 13 Jahre nach der ersten Erkrankung. Sie ließ sich die linke Brust amputieren und ein Implantat einsetzen. Ihr Lebensgefährte unterstützte sie in dieser Zeit: „Andreas hat mir sehr geholfen, mich ins Krankenhaus gefahren, war in diesen kritischen Tagen immer für mich da.“ Ihr spätes Liebesglück nennt sie „ein Wunder“.
Die 1958 in Marburg geborene Margot Käßmann war lange ein prominentes Gesicht der Kirche. 1999 rückte sie an die Spitze der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der bundesweit größten Landeskirche. Im Oktober 2009 wurde Käßmann als erste Frau zur EKD-Ratsvorsitzenden gewählt. Wegen einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss legte sie im Februar 2010 ihr Amt nieder und trat auch als Landesbischöfin zurück.











