Verdächtiger wird angeklagt
Nach Mord an Mädchen: Ausschreitungen in Australien
03.05.2026 – 09:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein fünfjähriges Mädchen verschwindet in Australien. In der Folge kommt es zu Ausschreitungen. Der Verdächtige wurde nun angeklagt.
Im australischen Bundesterritorium Nothern Territory ist ein 47-jähirger Mann wegen des Mordes an einer Fünfjährigen angeklagt worden. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Weiteren Anklagepunkte, die gegen den Mann vorliegen, wurden nicht öffentlich gemacht.
Das Mädchen war am vergangenen Wochenende aus einem Haus am Stadtrand von Alice Springs verschwunden. In den folgenden Tagen wurde sie von einer Hundertschaft an Einsatzkräften und Freiwilligen gesucht – am Donnerstag wurde schließlich ihre Leiche gefunden.
In der Folge kam es in der Stadt zu Ausschreitungen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der Tatverdächtige vor seiner Festnahme angegriffen und bewusstlos geprügelt. Nachdem er in eine Klinik gebracht wurde, seien auch Polizei, Rettungskräfte und Krankenhauspersonal angegriffen worden.
Wie australische Medien berichten, sollen sich bis zu 400 Menschen vor dem Krankenhaus versammelt haben. Nach Angaben der Polizei kam es auch zu Plünderungen. Elf Personen sollen deswegen verhaftet worden sein. Laut Medienberichten wurde der Verdächtige zu seiner Sicherheit in eine andere Stadt geflogen.
Die Familie der Toten rief in australischen Medien zu einem Ende der Gewalt auf. Ihr Großvater erklärte dem TV-Sender ABC Australia: „Jetzt ist die Zeit für Trauerarbeit, um unserer Familie Respekt zu erweisen und Raum für Trauer und Erinnern zu haben.“
Der Tatverdächtige wurde erst wenige Tage vor dem Verschwinden des Mädchens aus dem Gefängnis entlassen. Wie die Polizei erklärte, hatte der Mann eine etwa eineinhalbjährige Haftstrafe wegen Gewaltdelikten verbüßt. Er soll sich zu der Tatzeit ebenfalls in dem Haus am Stadtrand aufgehalten haben, zudem soll er eine lose Verbindung zu der Familie des Kindes gehabt haben.
Alice Springs liegt im australischen Outback. Für die Suche in der Wüstenregion und dem wurden dichten Buschland wurden unter anderem Pferde, Drohnen und Hubschrauber zum Einsatz. Auch indigene Fährenleser sollen sich an der Suche beteiligt haben. Die Stadt hat etwa 25.000 Einwohner
Am Dienstag soll der Tatverdächtige zum ersten Mal vor Gericht erscheinen.












