Im US-Bundesstaat Arkansas
Mann erschießt 67-Jährigen – und will Sheriff werden
Aktualisiert am 06.03.2026 – 07:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein wegen Mordes angeklagter Mann will im US-Bundesstaat Arkansas die Polizei eines Countys leiten. Eine Vorwahl hat er bereits gewonnen.
Wer in den USA zum Sheriff gewählt werden will, sollte sich mit Verbrechen auskennen. Im Falle von Aaron Spencer trifft das auf ungewöhnliche Weise zu. Zwar hat er bei den Vorwahlen der Republikaner für die Wahl zum Sheriff die Nominierung mit 53,5 Prozent gewonnen und Amtsinhaber John Staley hinter sich gelassen. Sicher ist ihm sein neuer Job in dem konservativen County Lonoke aber nicht. Denn er könnte bald im Gefängnis sitzen. Ihm wird Mord vorgeworfen.
Das Verfahren gegen ihn dürfte laut dem US-Sender CNN noch vor den Wahlen zum Sheriff im November stattfinden, ein genauer Termin steht bisher nicht fest. Spencer soll laut Anklage im Oktober 2024 einen 67-jährigen Mann erschossen haben, der Spencers damals 13-jährige Tochter mehrfach sexuell missbraucht haben soll.
Nach Darstellung von Spencer soll seine Tochter am 8. Oktober 2024 nach Mitternacht aus ihrem Zimmer verschwunden sein. Er sei in seinen Truck gesprungen und habe die Straßen in der Umgebung abgesucht, bis er sie mit dem späteren mutmaßlichen Opfer in einem Fahrzeug entdeckt habe, sagte Spencer aus. Nach einer Auseinandersetzung habe er auf den Mann geschossen.
Der Bewerber um das Sheriff-Amt gab zu, den Mann erschossen zu haben, plädierte aber auf nicht schuldig. In einem Interview mit CNN sagte er im Februar, dass er getan habe, „was jeder gute Vater tun würde“. Er habe nicht ruhig sitzen und nichts tun können.
Nach seiner Verhaftung gab es mehrere Petitionen, die Spencers Freilassung fordern. Es führte laut CNN auch zu Diskussionen darüber, welche Rechte Eltern haben, um ihre Kinder zu beschützen.












