
Zufallstreffer in DNA-Datenbank
Mord vor mehr als 30 Jahren: Mann gesteht
15.01.2026 – 16:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Jahrzehntelang blieb der Mord an einer 29-jährigen Stewardess ungesühnt. Nun hat der mutmaßliche Täter vor Gericht gestanden.
Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an einer Stewardess in Bonn hat der mutmaßliche Täter vor Gericht gestanden. Der 59-jährige Deutsche räumte am ersten Verhandlungstag ein, dass er die damals 29-Jährige 1992 vergewaltigt und getötet hatte, nachdem er in ihre Wohnung eingebrochen war.
Nach jahrzehntelangen Ermittlungen hatten Cold-Case-Spezialisten den Fall neu aufgerollt und den Mann durch DNA-Spuren überführt. Die Leiche der jungen Frau wurde im Oktober 1992 nach einem Brand in ihrer Wohnung im Bonner Stadtteil Bad Godesberg entdeckt. Die Obduktion ergab, dass sie vor dem Feuer mit einem unbekannten Werkzeug stranguliert worden war. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft legte der Täter das Feuer, um die Vergewaltigung zu verdecken.
Die Stewardess befand sich zum Tatzeitpunkt allein in der Wohnung, da ihr Lebensgefährte Nachtschicht hatte. Wie der Angeklagte in die Wohnung des Opfers gelangte, wurde im Prozess bislang nicht geklärt.
Kurz vor der Tat hatte die 29-Jährige eine Kneipenbekanntschaft mit nach Hause gebracht – dieser Mann geriet zunächst unter dringenden Verdacht, der sich jedoch nicht erhärtete. Der jetzt Angeklagte war bereits 1995 wegen zwei weiterer Vergewaltigungen zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
Dadurch war seine DNA in der Datenbank registriert, was letztlich zur Aufklärung des Falls führte. Die Festnahme erfolgte im Mai vergangenen Jahres an seinem Wohnort in Bad Breisig in Rheinland-Pfalz. Ein Urteil in dem Mordprozess wird für Mitte März erwartet.










