
Zwei Jugendliche in Haft
Deutscher Auswanderer auf Mallorca totgeprügelt
04.01.2026 – 14:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Täter griffen Ronald B. nach einer Weihnachtsfeier an, seither lag er im Koma. Jetzt wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen abgeschaltet.
Auf Mallorca ist ein deutscher Auswanderer nach einer Prügelattacke gestorben. „Vor etwas mehr als einem Jahr wurde Ronald auf dem Heimweg von einer Weihnachtsfeier Opfer eines brutalen Raubüberfalls“, heißt es auf einer Spendenseite im Internet. „Seit diesem Tag lag er im Koma. Trotz aller Hoffnung, aller Gebete und aller Unterstützung ist er nicht mehr daraus erwacht.“
Ronald B. ist demnach am Samstagmittag um 13.25 Uhr gestorben. „Seine Eltern haben entschieden, ihn von den lebenserhaltenden Maßnahmen zu trennen und ihm Morphin zu geben“, zitierte die „Mallorca Zeitung“ den Lebensgefährten des Verstorbenen. Die Anwältin des Deutschen aus Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigte den Tod.
B. hatte auf Mallorca als Projektleiter für ein Callcenter gearbeitet. Am 30. November 2024 war er nach einer Weihnachtsfeier in Palma zu Fuß auf dem Heimweg zu seiner Wohnung, als er attackiert wurde. Die Angreifer schlugen und traten den Ermittlern zufolge auch noch auf den damals 58-Jährigen ein, als er reglos am Boden lag. Sie raubten Portemonnaie und Handy ihres Opfers und ließen B. blutend auf dem Boden liegen.
Die Hintergründe der Tat sind bislang nicht vollständig geklärt. Nach bisherigen Ermittlungen wollten zwei 17-Jährige wahrscheinlich zwei Mädchen imponieren, die den Angriff beobachteten und inzwischen unter Zeugenschutz stehen. Etwa einen Monat nach der Tat nahm die Polizei die beiden Verdächtigen fest – einer war zuvor auf das spanische Festland geflohen. Seitdem sitzen beide in verschiedenen Jugendhaftanstalten.
Der Prozess soll im Februar beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Mord vor.










