
Der 1. FC Köln bietet dem FC Bayern München zum zweiten Mal in dieser Saison die Stirn. Die Leistung zeigt: Zwischen Mannschaft und Trainer stimmt es.
Lukas Kwasniok musste in den vergangenen Tagen beim 1. FC Köln den ersten Sturm aushalten. Nach dem 2:2 in Heidenheim prasselte Kritik auf den Cheftrainer ein, dazu gab es Gerüchte, dass sein Verhältnis zu den Spielern schlecht sei und er die Mannschaft bereits größtenteils verloren habe.
Am Mittwoch demonstrierten Trainer und Mannschaft, dass dies nicht stimmt. Gegen den FC Bayern München kann kein Team bestehen, das sich nicht geschlossen hinter die Idee des Chefcoaches stellt. Der Rekordmeister bestraft in dieser Saison jeden Gegner, der nicht voll auf der Höhe ist.
Nun wurde der FC zwar ebenfalls bestraft, immerhin ging die Partie verloren. Doch erneut war es der 1. FC Köln, der die Bayern ärgerte. Mit dem 1:0 durch Linton Maina gingen die Geißböcke – wie schon in der 2. Runde des DFB-Pokals (1:4) – zunächst in Führung. Diesmal reichte es gar für ein 1:1 zur Halbzeit. Erst ein Eckball und ein Konter machten den Münchner Sieg perfekt.
Der FC flog nicht auseinander, bekam keine Packung, sondern blieb die gesamten 90 Minuten über stabil. Am Ende gewann das bessere Team verdient, doch in Köln herrscht nun Klarheit: Kwasniok hat die Mannschaft nicht verloren. Es mag zwar, wie in jeder anderen Bundesliga-Mannschaft auch, unzufriedene Spieler geben. Doch weder in Heidenheim noch gegen die Bayern gab es eine Kluft zwischen Trainerteam und Spielern zu beobachten. Ganz im Gegenteil.
Zwar geht mit dem 1:3 gegen den FCB die Sieglos-Serie weiter und steht inzwischen bei acht Spielen ohne Dreier. Doch vor dem so wichtigen Heimspiel gegen Mainz 05 am Samstag haben die Geißböcke gezeigt, dass sie jede Mannschaft in der Liga ärgern können. Eine geschlossene Mannschaftsleistung war die beste Antwort auf die gestreuten Gerüchte um Trainer Kwasniok. So kann nun der ganze Fokus auf dem Duell gegen Mainz liegen.











