
Schimmel und Ungeziefer
Lufthansa-Crews klagen über mieses Hotel
16.01.2026 – 14:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Niemand will auf einer Dienstreise in einem schäbigen Hotel absteigen müssen, auch nicht Cockpitcrews und Flugkapitäne. Einige machen ihrem Ärger Luft.
Wenn Flugbegleiter und Piloten nach einem Langstreckenflug die Maschine verlassen, müssen sie sich für einen festgelegten Zeitraum erholen können, bevor es wieder zurückgeht. Für diesen sogenannten Layover (zu Deutsch etwa: Zwischenstopp) wünschen sie sich natürlich ein komfortables Hotel, keine schmuddelige Absteige.
In so eine Absteige scheinen Mitarbeiter von Lufthansa und Swiss aber immer wieder zu geraten, wie das Branchenportal „Aerotelegraph“ jetzt berichtet. Das betroffene Hotel wird nicht namentlich genannt, nur dass es sich im Viertel North Beach in Miami Beach (US-Bundesstaat Florida) befindet. Die Zustände in der Unterkunft seien „unakzeptabel“, „schäbig“ und teilweise sogar sicherheitsrelevant, hätten Flugbegleitende und Cockpitcrews berichtet.
Interne Berichte an die Managements von Swiss und Lufthansa sollen sich seit Jahresbeginn stapeln. „Es gehen täglich Dutzende Meldungen ein, vor allem bei Lufthansa“, wird eine mit der Situation vertraute Person in „Aerotelegraph“ zitiert.
Und was genau sind die Mankos des Hotels? Eine Flugbegleiterin sagte dem Blatt, dass sich in manchen Zimmern die Klimaanlage nicht ausschalten lasse. Kollegen hätten den Ventilator mit einem Kleiderbügel fixieren müssen, um das Zimmer belüften zu können. Außerdem hätten mehrere Türen keinen Riegel. Kollegen brächten mittlerweile eine eigene Türklinke mit, damit die Tür nachts nicht einfach aufgedrückt werden kann.
Die Liste geht noch weiter: Schimmel, Ungeziefer, verschmutzte Flure, Poolbereiche voller Taubenkot. Hinzu kommt den Angaben nach eine marode Infrastruktur. Es funktioniere nur ein Aufzug, obwohl das Hotel zwei Türme habe. Fotos in dem Bericht des Branchenportals zeigen kaputte Matratzen, eine Kakerlake und einen kaputten Fahrstuhl.
Lufthansa sei das hohe Beschwerdeaufkommen bekannt, heißt es, man nehme die Kritik ernst. Sicherheit und Regeneration der Crews nach anstrengenden Flügen müssten an erster Stelle stehen. Die Beschwerden seien nun Gegenstand der dafür zuständigen Kommission.











