Hochhausbrand löst Fragen aus
Lohnt sich der neue „Tatort“ aus Frankfurt?
20.03.2026 – 12:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein brennendes Hochhaus, 13 Tote und auch Jahre später viele Ungereimtheiten. Je näher die Frankfurter „Tatort“-Kommissare der Wahrheit kommen, desto größer wird die Gefahr – auch für sie selbst.
„Ich will nur Gerechtigkeit für meine Mutter“, sagt Alima Adak. Jahre zuvor hat sie jene Mutter bei einem verheerenden Hochhausbrand in Frankfurt verloren, als eins von 13 Todesopfern. Längst ist ein Untersuchungsausschuss mit dem Fall beschäftigt, der die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen soll. Als dieser ergebnislos zu enden droht, bittet Adak ihren Ex-Freund um Hilfe: Ermittler Hamza Kulina (Edin Hasanovic).
Der Film mit dem Titel „Fackel“ ist der dritte in der neuen „Tatort“-Reihe aus Frankfurt. Wieder geht es um einen Cold Case, also einem Kriminalfall, der über einen langen Zeitraum ungeklärt bleibt und nicht mehr aktiv bearbeitet wird. Im Herbst 2025 übernahm das Duo am Main, bestehend aus der iranischstämmigen Kommissarin Maryam Azadi sowie dem in Bosnien geborenen Ermittler Hamza Kulina. Zuvor hatten sich die Vorgänger Janneke und Brix, gespielt von Margarita Broich und Wolfram Koch, nach fast zehn Jahren verabschiedet.
Konkret geht es um das tödliche Feuer in dem Wohnturm mit Sozialwohnungen, das noch Jahre später etliche Fragen aufwirft. Nach langer Zeit des Schweigens und der Unsicherheit hoffen die Angehörigen auf Klarheit und auf Gerechtigkeit.
Warum konnten sich die Flammen so schnell verbreiten, lag das an dem billigen Dämmmaterial? Hatte der Mitarbeiter der Prüfstelle, der das Material untersuchte, tatsächlich einige Monate später Suizid begangen? Wurde bei den damaligen Ermittlungen geschlampt? Und welche Rolle spielt der Chef des Baustoffkonzerns?
Je tiefer Kulina und seine Kollegin Maryam Azadi (Melika Foroutan) in den Fall eintauchen, desto mysteriöser wird dieser. Und auch für die Kommissare steigt die Gefahr. Sie geraten selbst in das Visier ihrer Gegenspieler. Irgendjemand möchte nicht, das ermittelt wird und versucht, beide einzuschüchtern. Und für Kulina geht es natürlich auch um eine persönliche Verbundenheit mit dem Fall oder viel mehr mit den Hinterbliebenen.











