„Werde mich nicht einschüchtern lassen“

Linken-Politikerin Eralp weist Kritik von sich


Aktualisiert am 29.10.2026 – 13:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Elif Eralp (Archivbild): Die Politikerin ist nach einer „Spiegel“-Titelstory in die Kritik geraten. (Quelle: Soeren Stache)

Der „Spiegel“ veröffentlicht einen internen Vermerk der Linken-Politikerin Eralp. Darauf kommen Rückzugsforderungen aus Union und SPD. Nun erklärt sich die Linken-Politikerin.

Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken, Elif Eralp, hat am Donnerstag die Kritik zurückgewiesen, sie würde vor der Konfrontation mit Terror-Sympathisanten zurückschrecken. „Ich sage ganz klar: Ich werde mich nicht einschüchtern lassen“, erklärte Eralp in einer eigens anberaumten Pressekonferenz im Berliner Abgeordnetenhaus. Sie und ihre Partei „werden gegen Gewalt konsequent vorgehen“, so die Linken-Politikerin.

Maximilian Schirmer, Co-Vorsitzender der Berliner Linken, sagte: „Wer sich um sich oder um seine Familie sorgt, muss sich dafür nicht schämen.“ Er wähnte eine Kampagne gegen die Linken-Politikerin und erklärte. „Seit Monaten sind Elif Eralp und viele andere Anfeindungen, Bedrohungen und auch Beleidigungen ausgesetzt.“

Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, Eralp fürchte um die Sicherheit ihrer Familie, sollte sie sich explizit zu einem bekannten Palästina-Aktivisten äußern. Dies gehe aus internen Anmerkungen zu einem Interview hervor, das das Magazin mit ihr geführt hat. Das Dokument wurde demnach versehentlich samt der Kommentare von Eralps Büro an den „Spiegel“ geschickt. Das Vorgehen hatte Zweifel an Eralps Führungsqualitäten, mehr aber noch an der Professionalität ihres Parteiapparats aufkommen lassen.

Aus Union und SPD waren deshalb Rückzugsforderungen laut geworden. So sagte der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), Eralp könne „erpressbar“ sein. Volker Beck, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), behauptete: „Wer die Sicherheit dieser Stadt und ihrer Menschen in die Hände der Linken legt, gefährdet Menschenleben.“

Eralp bekräftigt Regierungsanspruch

Die Linke hatte die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September gewonnen. Grüne und SPD haben sich nach dem Abschluss von Sondierungsgesprächen bereits für Koalitionsverhandlungen ausgesprochen. Die Berliner Linke entscheidet darüber am Samstag bei einem Parteitag.

Eralp bekräftigte in der Presserunde ihren Regierungsanspruch und sagte: „Was ich ganz klar sagen kann, ist, dass ich für die Sicherheit aller Berliner sorgen werde.“ Auf den Bericht des Magazins „Der Spiegel“ ging die Politikerin nicht näher ein.

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