Symbolische Abstimmung in Berlin

Erste U16-Wahl: Linke vorn, AfD weit hinten

14.09.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 1 Min.

Kinder und Jugendliche können bei der U16-Wahl für die Partei stimmen, die sie ins Abgeordnetenhaus schicken würden. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/dpa-bilder)

Fast 40.000 Kinder und Jugendliche stimmen ab – mehr als bei vergleichbaren Abstimmungen zuvor. So ist das Ergebnis.

Bei der ersten U16-Wahl in Berlin hat die Linke nach Angaben der Veranstalter mit 32,8 Prozent den ersten Platz belegt. Die Grünen kamen auf 20,9 Prozent, die SPD auf 11,9 Prozent. CDU erreichte 8,3 Prozent, die Tierschutzpartei 7,7 Prozent, die AfD 5,8 Prozent. FDP, Volt und BSW blieben unter der Fünf-Prozent-Marke.

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Die Wahl ist symbolisch: Das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die reguläre Abgeordnetenhauswahl. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können dabei politische Präferenzen äußern, ohne dass ihre Stimmen rechtlich zählen.

Mehr Kinder und Jugendliche als jemals zuvor dabei

39.374 junge Menschen gaben nach Veranstalterangaben ihre Stimme ab. Das ist mehr als bei vergleichbaren Abstimmungen in Berlin zuvor: Bei der U18-Wahl zur Bundestagswahl 2025 hatten in Berlin 32.497 Kinder und Jugendliche teilgenommen, bei der letzten regulären Abgeordnetenhauswahl 2021 waren es im damaligen U18-Format 16.763.

Dass die Abstimmung erstmals unter dem Label U16 stattfand, hat einen konkreten Grund: Berlin hat das reguläre Wahlalter auf 16 Jahre abgesenkt. Die bisherige Altersgrenze für die symbolische Juniorwahl verschob sich damit entsprechend.

Rund 340 Wahllokale standen in der vergangenen Woche offen – in Schulen, Bibliotheken und Jugendfreizeiteinrichtungen. Die Staatsbürgerschaft spielte keine Rolle. Die Veranstalter erklärten: „Dass so viele junge Menschen ihre Stimme abgegeben haben, bekräftigt ihr Interesse an Mitbestimmung, gerade in einer Zeit, in der junge Stimmen nur wenig gehört werden.“

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