Ratswahl in Braunschweig
Hier lässt die AfD die Konkurrenz weit hinter sich
Aktualisiert am 14.09.2026 – 13:02 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem Braunschweiger Wahlbezirk liegt die AfD weit über ihrem Stadtergebnis. Auch bei der OB-Wahl fällt das Ergebnis dort auf.
Fast jede zweite gültige Ratswahlstimme geht hier an die AfD: Bei der Kommunalwahl in Braunschweig ragt ein Urnenwahlbezirk in der Weststadt heraus. Die Partei erreicht dort nach dem vorläufigen Ergebnis ihren höchsten Anteil in der gesamten Stadt.
Es ist der Wahlbezirk 221-21 Münchenstraße-Südost. Dort erhält die AfD 387 von 832 gültigen Stimmen – das entspricht 46,5 Prozent. Stadtweit kommt sie bei der Ratswahl auf 11,8 Prozent. Ihr Anteil in diesem Bezirk ist damit fast viermal so hoch.
Die SPD folgt im Bezirk mit 166 Stimmen und 20,0 Prozent auf Platz zwei. Die Linke erreicht 11,3 Prozent, die CDU 9,5 Prozent. Die Grünen bleiben mit 2,6 Prozent deutlich dahinter. Eine t-online-Auswertung aller 268 Urnen- und Briefwahlbezirke zeigt: Nirgendwo sonst erzielt die AfD bei dieser Ratswahl einen höheren Stimmenanteil.
- Ganz Braunschweig: So fällt das Ergebnis der Ratswahl aus
- OB-Wahl: Kornblum und Pohler treten in der Stichwahl an
Auch AfD-Kandidat Hanker erzielt hier sein bestes Ergebnis
Bei der Oberbürgermeisterwahl liegt im selben Urnenwahlbezirk ebenfalls die AfD vorn. Ihr Kandidat Mirco Hanker erhält 141 von 295 gültigen Stimmen und damit 47,8 Prozent. Auch das ist sein höchster Anteil unter allen 268 Wahlbezirken.
Amtsinhaber Thorsten Kornblum von der SPD kommt dort auf 26,8 Prozent, CDU-Kandidat Maximilian Pohler auf 9,2 Prozent. Stadtweit ziehen dennoch Kornblum und Pohler in die Stichwahl ein.
Die genannten Bezirkswerte erfassen ausschließlich die Urnenwahl; Briefwahlstimmen werden separat ausgezählt. Bei der Ratswahl gaben im Bezirk Münchenstraße-Südost 298 Menschen einen Stimmzettel ab. Jede wählende Person konnte dabei bis zu drei Stimmen vergeben.
