Eine ähnliche Geschichte wie Dallmann schrieb an diesem Abend übrigens auch Lea Schüller. Nach ihrem Winterwechsel vom FC Bayern zu Manchester United stand die 28-Jährige besonders im Blickpunkt. Die Top-Torjägerin (55 Treffer in 83 Länderspielen) hatte ebenfalls während der EM ihren Stammplatz verloren und kam danach auch beim FC Bayern seltener zum Einsatz. Als Konsequenz ging sie nach England, um ihrer Entwicklung einen neuen Schub zu geben.
Bei der Frage nach Schüllers Situation dachte Wück lange über seine Antwort nach, holte dann aber aus. „Wenn man von einer Spielerin überzeugt ist, die gerade eine sehr schwierige Phase hat, dann ist es auch die Aufgabe des Trainerteams, die Spielerin auf unsere Art zu unterstützen“, erklärte er.
Das Ziel gegen Slowenien sei gewesen, dass Schüller sich selbst belohne, dass sie Selbstvertrauen tanke, „weil sie eine Stürmerin ist, die sich über Tore definiert“. Nicht unerheblich für die Angreiferin also, dass sie sich mit dem Treffer zum 5:0-Endstand wie Dallmann in die Liste der Torschützinnen eintragen konnte. „Ich hoffe, dass sie jetzt wieder mehr zu dieser alten Form zurückfindet – die würde uns allen guttun“, stellte Wück klar.
Nach zuletzt schwierigen Phasen haben sich Schüller und Dallmann also im Nationalteam wieder in den Fokus gespielt. Schon am Samstag haben beide die Chance, diese für sie positive Entwicklung weiter voranzutreiben. Dann geht es für Deutschland im zweiten Qualifikationsspiel in Stavanger gegen Norwegen weiter. Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien zählt am Ende nur der Gruppensieg, um nicht den Umweg über die Playoffs gehen zu müssen.












