Die letzte Ruhe
Bestattung auf See: Das kostet der ewige Frieden in der Nordsee
Aktualisiert am 24.03.2026 – 21:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Ihre Sehnsucht nach dem Meer wollen manche Menschen auch nach dem Tod ausleben. In der Nordsee gibt es ein spezielles Gebiet, in dem Seebestattungen möglich sind.
Frische Luft, der Geruch von Meer, große Weite und Ruhe: Nicht ohne Grund können sich viele Menschen die Nordsee als letzte Ruhestätte vorstellen.
Denn in der Nordsee sind Urnen-Bestattungen möglich. Dafür gibt es in dem Meer ein speziell ausgewiesenes Gebiet, in dem weder Fischerei noch Wassersport betrieben werden darf. Es erstreckt sich über einen zwölf Seemeilen breiten Streifen zwischen dem Festland und dem offenen Meer.
Die Zeremonien werden meistens individuell gestaltet. Häufig wird die Trauerfeier im Rahmen einer Seebestattung von seemännischen Ritualen begleitet, wie zum Beispiel, dass die Schiffsflagge auf Halbmast weht. Die Trauerrede kann vom Kapitän gehalten werden. Es gibt spezielle Urnen für die Seebestattung, die umweltfreundlich sind und sich nach ein paar Tagen im Wasser auflösen. Die Asche des Verstorbenen wird somit eins mit dem Meer.
Obwohl die Bestattung auf dem offenen Meer stattfindet und es keine feste Ruhestätte gibt, haben Angehörige dennoch einen Ort des Gedenkens. Viele Reedereien bieten spezielle Gedenkstätten an, wo etwa Blumen hinterlegt werden können. Außerdem gibt es Erinnerungsgedenkfahrten in der Nordsee, bei denen die Namen der Verstorbenen verlesen werden.
Die Preise für eine Einäscherung mit anschließender Seebestattung variieren je nach Leistungsumfang. Es sollten Kosten zwischen 3.500 und 8.000 einkalkuliert werden. Seebestattungen in einem Sarg sind nicht gestattet.
Es gibt mehrere Häfen an der deutschen Küste, die Startpunkt für Beisetzungsfahrten sind. Dazu gehören unter anderem Hörnum auf Sylt, Husum, Bremerhaven, Harlesiel oder Norderney. Auch ab Wilhelmshaven sind Beisetzungsfahrten möglich.










