Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Tierärztlichen Hochschule Hannover hatte zuvor davor gewarnt, die empfindliche Haut des Wals mechanisch zu belasten. Mehr dazu lesen Sie hier.
Die Tierärztin Stephanie Groß hatte erklärt, dass die Haut eines Wals im salzarmen Wasser der Ostsee stark aufquellen könne. Sie werde dadurch besonders verletzlich – „wie nasses Papier“. Mechanischer Druck könne dazu führen, dass die Haut großflächig einreißt.
In seinem Video kritisiert Lehmann auch die Berichterstattung über den Einsatz. Er spricht von falschen Darstellungen, Anfeindungen und Folgen für seine Familie und sein Team. Berichte über eine schwere Verletzung durch die Baggerschaufel weist er zurück.
Anfeindungen trafen in der Debatte um „Timmy“ allerdings nicht nur Lehmann. Auch das ITAW und andere Experten hatten im Zusammenhang mit ihren Einschätzungen zur Rettung des Wals von massiver Kritik und sogar Morddrohungen berichtet.
Inzwischen wurde der Buckelwal nach der späteren Rettungsaktion aus der Ostsee gebracht und freigelassen. Ob der Wal langfristig überlebt, ist damit noch nicht geklärt. Auch Lehmann sagt in seinem Video, eine Rettung bedeute für ihn nicht, ein Tier nur von einer Sandbank zu holen. Gerettet sei der Wal erst, wenn er wieder fresse, sich orientiere und dauerhaft überlebe.












