Cyberangriff in den Niederlanden
Leere Regale bei Albert Heijn – so sieht es in Vaals aus
13.10.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Cyberangriff stört die Warenversorgung bei Albert Heijn. In vielen niederländischen Filialen fehlen Produkte. Im grenznahen Vaals ist die Lage anders.
Ein Cyberangriff auf den Handelskonzern Ahold Delhaize hat am Dienstag, 13. Oktober, die Warenversorgung zahlreicher Albert-Heijn-Supermärkte in den Niederlanden beeinträchtigt. Grund für die Probleme, sind Störungen in mehreren Vertriebszentren. Unbekannte haben sich Zugriff auf eine Reihe von Kühlschränken in den Supermärkten verschafft. Aus der Ferne manipulieren sie Anzeigen und Temperaturen.
Albert Heijn rechnet damit, dass sich die Engpässe in den kommenden Tagen je nach Filiale und Warengruppe unterscheiden. Besonders bei frischem Obst und Gemüse könnte das Angebot knapp werden. Tiefkühlprodukte, Brot und länger haltbare Lebensmittel sollen besser verfügbar bleiben.
Albert Heijn: Rabatte funktionieren teilweise nicht
Der Cyberangriff beeinträchtigt auch andere digitale Dienste der Supermarktkette. Die reguläre Bonuskarte funktioniert weiterhin. Persönliche Rabatte und Sparaktionen können Kunden derzeit jedoch nicht nutzen. Albert Heijn empfiehlt deshalb, Kassenzettel aufzubewahren. Entgangene persönliche Rabatte will das Unternehmen nach Behebung der Störung erstatten.
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Auch die Preisanzeigen waren zeitweise betroffen. Teilweise zeigten sie noch Aktionspreise der vergangenen Woche. Nach Angaben des Unternehmens stimmen die angezeigten Preise seit Dienstagvormittag wieder. Aktuelle Rabatte erscheinen allerdings nicht auf den Schildern. An der Kasse werden sie korrekt berücksichtigt.
Cyberangriff: Ursache weiterhin unklar
Die IT-Probleme bestehen seit dem Cyberangriff am Sonntagnachmittag. Neben Albert Heijn sind weitere Handelsketten des Mutterkonzerns Ahold Delhaize betroffen, darunter Etos und das belgische Delhaize. Der Konzern arbeitet nach eigenen Angaben an der Behebung der Störung. Der Hintergrund des Angriffs ist bislang nicht bekannt. Vorsorglich hat Ahold Delhaize mehrere Websites, Apps und Kundendienste abgeschaltet. Auch Einkaufslieferungen finden derzeit nicht statt.
Und wie ist die Lage in der unmittelbaren Grenzregion zu Aachen? In der Albert-Heijn-Filiale in Vaals sind die Regale bislang gut gefüllt. Das berichtet die „Aachener Zeitung“ nach einem Besuch vor Ort. In anderen niederländischen Filialen sind hingegen bereits einige Regale leer.












