
Lebensversicherung 2026
Gute Nachrichten für die private Rente: Mehr Zinsen für Sparer
21.01.2026 – 07:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer für die Rente eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, bekam in den vergangenen Jahren keine besonders günstigen Konditionen. Das ändert sich nun allmählich.
Es gibt in Deutschland viele Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge, darunter findet sich auch die Lebensversicherung. Nach Angaben des Versichererverbands GDV gab es 2024 rund 84 Millionen Verträge für verschiedene private Renten und Lebensversicherungen in Deutschland. Doch der Markt ist rückläufig, auch weil die Konditionen und Renditeerwartungen eher mäßig sind.
Doch das könnte sich langsam wieder ändern. 2026 haben die meisten Lebensversicherer ihre Zinsen auf Policen etwas erhöht, von durchschnittlich 2,53 auf bis zu 2,7 Prozent pro Jahr. Das berichtet das Portal „Ihre Vorsorge“ unter Berufung auf die Ratingagentur Assekuratura.
Mit der klassischen Lebensversicherung zahlen Sparer monatlich einen Beitrag, um am Ende des Arbeitslebens eine lebenslange Zusatzrente zu haben. Die Versicherung verwaltet das Kapital und sichert auch Zinsen zu, damit das Geld nicht an Wert verliert. Besonders wichtig ist dabei der Garantiezins, der über die gesamte Laufzeit des Vertrags sicher ausgezahlt wird. Darüber hinaus gibt es noch eine Überschussbeteiligung, die jährlich neu berechnet wird und davon abhängt, welche Gewinne die Versicherung mit Aktien, Immobilien und Ähnlichem gemacht hat.
Laut „Ihre Vorsorge“ haben die Lebensversicherer vor allem die Zins-Komponente durch die Überschussbeteiligung erhöht. Der Garantiezins bleibt 2026 wohl stabil bei 1,0 Prozent, wie die Deutsche Akutuarvereinigung (DAV) empfohlen hatte. 2025 hatte es die erste Erhöhung bei Garantiezinsen seit 30 Jahren gegeben, von damals 0,25 auf 1,0 Prozent. Damit kamen die Jahre der Niedrigzinsphase langsam zum Ende.
Die Lebensversicherung mit dem besten Zinssatz ist damit die Athora Lebensversicherung, die insgesamt 3,5 Prozent anbietet. Danach kommen sowohl die Entis Lebensversicherung als auch die Inter Lebensversicherung, die beide 3,40 Prozent bieten. Die Ideal Lebensversicherung bleibt stabil bei 3,0 Prozent, genauso wie die VPV Lebensversicherung – das sind aber die letzten beiden, die noch jenseits der 3-Prozent-Marke gehen.
Ob sich eine Lebensversicherung für Sie persönlich lohnt, sollte man nicht allein anhand der Zinshöhe bestimmen. Wichtig sind die anderen Konditionen. Auch die finanziellen Spielräume des Unternehmens insgesamt sind eine wichtige Größe.
Die Lebensversicherungswirtschaft gerät ohnehin stärker unter Druck. Denn die Bundesregierung hat kurz vor Jahresende 2025 noch eine Reform der privaten Altersvorsorge auf den Weg gebracht, die das Sparen am Kapitalmarkt deutlich attraktiver macht. So können Sparer künftig ein Altersvorsorgedepot eröffnen und eigenständig Geld bis zur Rente anlegen, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan. Da langfristig bessere Renditen am Kapitalmarkt erzielt werden können – im Schnitt aus den vergangenen 100 Jahren etwa sieben Prozent pro Jahr –, könnte das weniger Menschen zum Abschluss einer Lebensversicherung bringen.
Deshalb empfiehlt die Ratingagentur Assekuratura den Versicherern, ihre Vorteile gegenüber dem Depot stärker herauszuarbeiten. Dazu gehört etwa die lebenslange Absicherung – auch bei Langlebigkeit. Auch empfiehlt die Agentur eine stärkere Einbindung von Fonds in die Versicherungsportfolios.











