Schlepper-Ballett noch zeitgemäß?
„Da schüttelt man den Kopf“: Scharfe Kritik am Hafengeburtstag
07.05.2026 – 12:27 UhrLesedauer: 1 Min.
Diesel und Kerosin werden knapp – trotzdem hält Hamburg am gewohnten Programm für den Hafengeburtstag fest. Das ruft Naturschützer auf den Plan.
Der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg kritisiert den diesjährigen Hafengeburtstag. Angesichts der durch den Iran-Krieg verschärften Energiekrise hätte die Stadt nach Ansicht des Verbands Teile des Programms streichen sollen, teilte der Nabu laut dpa mit.
Der Nabu-Vorsitzende Walter Siegert wirft der Stadt vor, die Bevölkerung nicht ausreichend zum Energiesparen anzuhalten. Stattdessen mache Hamburg weiter wie bisher. „Diesel und Kerosin werden knapp, aber eine bunte Kulisse mit Kreuzfahrern und Schlepper-Ballett geht immer. Da schüttelt man mit dem Kopf“, sagte Siegert. „Zumindest auf das Schlepper-Ballett hätte man symbolisch verzichten müssen.“
Beim traditionellen Schlepper-Ballett drehen sich Schiffe vor den Landungsbrücken zu klassischer Musik. Die Show gehört seit Jahren zu den festen Programmpunkten des Hafengeburtstags. Auch das Feuerwerk stößt beim Nabu auf Kritik, weil es Vögel während der Brutzeit störe.
Die Hamburger Wirtschaftsbehörde wies die Vorwürfe im „Abendblatt“ zurück. Der Hafengeburtstag bringe Menschen zusammen und vermittle gerade in der aktuellen Lage wichtige Zukunftsperspektiven.
Hamburg feiert von Freitag bis Sonntag den 837. Hafengeburtstag. Geplant sind unter anderem Schiffsparaden und Konzerte.











