Rechte Hand von Rangnick
So tickt der neue „No-Name-Trainer“ der Eintracht
Aktualisiert am 13.03.2026 – 11:09 UhrLesedauer: 3 Min.

Lars Kornetka ist neuer Trainer bei Eintracht Braunschweig. In der Branche ist er ein unbeschriebenes Blatt. Dabei gilt er als rechte Hand von Ralf Rangnick und arbeitete bereits mit Pep Guardiola zusammen.
Als am Dienstagabend die Runde machte, dass Lars Kornetka neuer Trainer von Eintracht Braunschweig wird, dürfte einigen Beobachtern ein großes Fragezeichen auf der Stirn gestanden haben. Auch in den sozialen Medien kursierte allen voran die Frage: Wer ist das überhaupt?
Das liegt vor allem daran, dass der 48-Jährige bislang vorwiegend in zweiter Reihe aktiv war. Chefcoach war er in seiner bisherigen Karriere noch nie. Aktuell arbeitet Kornetka an der Seite von Ralf Rangnick als Assistenztrainer der österreichischen Nationalmannschaft.
Dort schätzt man die Expertise des neuen Eintracht-Trainers sehr. Er bringe eine „große fachliche sowie menschliche Qualität“ mit und sei ein „wichtiger Bestandteil“ der Nationalmannschaft, schreibt der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) auf seiner Internetseite. Mancherorts wird Kornetka als Rangnicks rechte Hand bezeichnet.
Schon 2007, kurz nach seinem Schritt in den Profifußball, hatte Kornetka mit dem heutigen ÖFB-Teamchef zusammengearbeitet. Rangnick bot ihm seinerzeit als Cheftrainer der TSG Hoffenheim einen Posten als Videoanalyst an. Kornetka war fortan einer der ersten Videoanalysten der Bundesliga-Geschichte.
Auch seine weitere Vita spricht für sich. Kornetka arbeitete noch für andere Klubs – darunter Schalke 04 und sogar Rekordmeister FC Bayern München – als Videoanalyst. Star-Trainer Pep Guardiola selbst hatte ihn nach München gelotst. Außerdem war Kornetka als Co-Trainer bei Bayer Leverkusen, RB Leipzig und der PSV Eindhoven tätig. Unmittelbar vor seiner Anstellung in Österreich war er bei Lokomotive Moskau erst Berater des Managements und arbeitete anschließend als Geschäftsführer Sport und Kommunikation.
Sport-Geschäftsführer Benjamin Kessel zeigte sich von seinem neuen Cheftrainer angetan. „Er ist ein kommunikativer, positiver Charakter und strahlt viel Seniorität aus. Zudem waren seine Energie und seine sofortige Bereitschaft, die Aufgabe bei uns anzunehmen, hundertprozentig spürbar“, sagte er. Dass Kornetkas erstmalige Beförderung zum Cheftrainer für die Eintracht auch ein Risiko sein kann, ließ Kessel dabei außen vor.
Denn auch die spielerische Komponente scheint die Vereinsverantwortlichen überzeugt zu haben. Er gilt als Spezialist für das Spiel gegen den Ball und als „moderner Fußballfachmann mit analytischem Blick“, schreibt die Eintracht auf ihrer Internetseite über Kornetka. Damit bringt er für den abstiegsbedrohten Tabellenfünfzehnten der 2. Bundesliga, der häufig in Defensivarbeit und Umschaltmomenten gefordert ist, wichtige Elemente mit. Großen Wert lege er außerdem auf taktische Organisation, Teamarbeit und kollektives Verteidigen.












