Nach Buskollision
Schulausflug endet tragisch: Zweitklässler stirbt bei Unfall
Aktualisiert am 10.06.2026 – 19:14 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Reisebus stößt bei Hebertshausen mit einem Linienbus zusammen – ein Junge stirbt noch am Unfallort. Zwei weitere Kinder und eine Lehrerin werden schwerst verletzt.
Ein Junge ist am Mittwoch bei einem Busunfall im Landkreis Dachau ums Leben gekommen. Der Reisebus mit Zweitklässlern der Grundschule Haimhausen stieß gegen 12.30 Uhr bei Hebertshausen mit einem entgegenkommenden Linienbus zusammen – 31 Kinder, eine Lehrerin und zwei Busfahrer wurden verletzt.
Der Junge starb noch am Unfallort. Einsatzleiter Dennis Behrendt vom Rettungsdienst schilderte, man habe alles versucht, um das Kind zu reanimieren. Ein Hubschrauber stand bereit, um es in eine Klinik zu fliegen. Der Notarzt musste den Tod des Jungen schließlich vor Ort feststellen.
Zwei Schulkinder und eine Lehrerin schwerst verletzt
Zwei weitere Kinder und eine Lehrerin wurden schwerst verletzt. Vier Schüler erlitten schwere oder mittelschwere Verletzungen, 26 Kinder und beide Busfahrer kamen mit leichten Verletzungen davon. Vier Rettungshubschrauber, rund 15 Rettungswagen und acht Notärzte waren im Einsatz.
Der Reisebus hatte beide Schulklassen zu dem Ausflug gebracht. In einer Kurve berührte er einen entgegenkommenden Linienbus ohne Fahrgäste. Zur genauen Unfallursache ermittelt die Polizei.
Psychische Nachsorge für Einsatzkräfte
Angehörige wurden an einer Sammelstelle im Ortsteil Ampermoching psychosozial betreut, die Gemeindeverwaltung richtete ein Bürgertelefon ein. Landrat Stefan Löwl (CSU) kündigte Unterstützungsangebote für die gesamte Schule an. Die Notfallseelsorge stehe auch in den kommenden Tagen bereit.
Auch die Einsatzkräfte standen unter dem Eindruck des Unglücks. Maximilian Reimoser, Sprecher der Kreisbrandinspektion Dachau, sagte, solche Einsätze seien keineswegs alltäglich. Im Feuerwehrhaus gab es Angebote zur psychischen Nachsorge.
