Tägliches Ritual
In diesem Wiesn-Zelt wird 2026 Freibier ausgeschenkt
18.08.2026 – 17:11 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem der beliebten Wiesn-Festzelte wartet zur Mittagszeit eine besondere Aktion. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann kostenlos an eine Maß kommen.
Eine kostenlose Maß auf dem Oktoberfest? In der Bräurosl gibt es dafür zumindest jeden Mittag eine Chance. Punkt 12 Uhr zapft auf der Bühne eine wechselnde Münchner Persönlichkeit ein Holzfass an. Das Bier daraus wird anschließend als Freibier ausgeschenkt – allerdings nur, solange der Vorrat reicht.
Das Ritual ist Teil der sogenannten Mittagswiesn des Zeltes. Wer leer ausgeht, zahlt für die reguläre Maß Hacker-Pschorr Oktoberfestbier in diesem Jahr 15,40 Euro.
Das ist für Besucher in der Bräurosl geboten
Die Bräurosl gehört seit 1901 zum Oktoberfest. Das heutige Festzelt ist allerdings vergleichsweise jung: Es wurde zur Wiesn 2022 neu errichtet. Seitdem führt Peter Reichert die Bräurosl, die insgesamt rund 8.250 Plätze im Innen- und Außenbereich bietet.
Reichert erlebt die Wiesn 2026 erstmals als verheirateter Mann: Im Juli gab er seiner langjährigen Partnerin Franziska im Münchner Rathaus das Ja-Wort. Gemeinsam führen beide auch den Donisl am Marienplatz.
Bräurosl: Publikum, Tisch-Reservierung, Wirt
In der Bräurosl trifft traditionelles Wiesn-Publikum auf Gäste aus aller Welt. Ausgeschenkt wird Hacker-Pschorr-Bier. Ein fester Termin im Oktoberfest-Kalender ist zudem der „Gay Sunday“ am ersten Wiesn-Sonntag, der seit Jahrzehnten zahlreiche Besucher aus der queeren Community anzieht.
Tische können über das Reservierungsportal des Festzelts gebucht werden. Daneben müssen – wie in allen großen Wiesnzelten – auch Plätze für Gäste ohne Reservierung frei bleiben. Für Münchner gibt es an bestimmten Tagen außerdem ein eigenes Reservierungskontingent.
Besucher mit Mobilitätseinschränkungen finden barrierefreie Eingänge, ausgewiesene Rollstuhlplätze und ein barrierefreies WC.
Reichert geriet nach erster Wiesn in die Schlagzeilen
Für Schlagzeilen sorgte Reichert kurz nach seiner ersten Wiesn als Bräurosl-Wirt 2022. Vor dem Festzelt kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Verdachts der Körperverletzung.
Das Verfahren wurde Ende 2022 gegen eine Geldauflage im vierstelligen Bereich eingestellt. Zu einer Verurteilung kam es nicht.
