Notstand mit „dramatischen Schäden“
KVB schickt Straßenbahnen in Nachbarstadt – Ausfälle in Köln
21.07.2026 – 07:54 UhrLesedauer: 2 Min.
In Bonn bricht nun auch der Straßenbahnverkehr zusammen: Hilfe kommt aus Köln. Der Chef der KVB und OB Torsten Burmester erklären, warum. Die Pendler müssen mit Ausfällen rechnen.
In Bonn, ohnehin schon geplagt von der Vollsperrung der Nordbrücke, spitzt sich die Lage im Öffentlichen Nahverkehr weiter zu: 60 von 75 Stadtbahnen stehen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis ab sofort still.
Routinemäßige Prüfungen hätten ergeben, dass an einigen Bauteilen der betroffenen Fahrzeuge eine frühzeitigere Materialermüdung auftreten könne, teilten die Stadtwerke Bonn (SWB) mit. Um Sicherheitsrisiken auszuschließen, müssten die Bahnen nun intensiver überprüft werden – betroffen sind Fahrzeuge aus den 1970er- bis 1990er-Jahren.
Der WDR berichtet von „dramatischen Schäden an einigen Bahnen“, an den SWB-Bahnen seien „sicherheitsrelevante Bestandteile“ betroffen. Ab diesem Dienstag können die 60 Stadtbahnen daher „kurzfristig vorübergehend nicht eingesetzt“ werden, so die SWB.
Bei der SWB hofft man, dass die betroffenen Bahnen bereits in der kommenden Woche wieder auf der Strecke unterwegs sein könnten. Um die Auswirkungen für die Fahrgäste in Bonn abzufedern, springen die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) kurzfristig ein und stellen den SWB 20 Hochflur-Stadtbahnen zur Verfügung.
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KVB springt bei Bonner ÖPNV-Panne ein: Bahnen in Köln fallen aus

„Für uns ist es selbstverständlich, dass wir die SWB im Sinne der Fahrgäste in dieser besonderen Situation unterstützen“, betont KVB-Vorstandsvorsitzender Marcel Winter. „Wir haben intern geprüft, in welchem Umfang das betrieblich möglich ist und haben eine Lösung gefunden, die wir angesichts der sinkenden Nachfrage in den Sommerferien unseren Fahrgästen gegenüber für vertretbar halten.“
Die Unterstützung bleibt für Kölner Fahrgäste allerdings nicht folgenlos. Ab Dienstag fährt die Linie 5 nur noch mit Einzelwagen. Zusätzlich entfallen die Verstärkerfahrten auf der Linie 18, die dort morgens und nachmittags während der Hauptverkehrszeit für einen Fünf-Minuten-Takt sorgen. „Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis für diese vorübergehende Maßnahme“, so Winter.
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Auch die Kölner Stadtspitze reagierte auf die Nachbarschaftshilfe. „In einer solchen Ausnahmesituation ist es wichtig, dass sich die Kommunen in der Region gegenseitig helfen und unterstützen, wenn es nötig wird“, sagte Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD). „Ich danke deshalb den Kölner Verkehrs-Betrieben für die schnelle und konsequente Hilfe.“












