Klein aber fein
Kürbiskerne – darum sind sie so gesund
Aktualisiert am 21.10.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 4 Min.
Kürbiskerne sind kleine Nährstoffbomben und gelten als Geheimtipp für Gesundheit und Wohlbefinden. Ihre vielseitige Verwendung reicht von Snacks bis hin zu Naturheilmitteln.
Der Kürbis gilt als gesunder Geheimtipp. Das Gemüse kann vielseitig verwendet und sowohl süß als auch herzhaft genossen werden. Die Kürbiskerne landen bei der Zubereitung allerdings oft im Mülleimer, obwohl sie ein wichtiger Vitamin- und Enzymlieferant sind.
Kürbiskerne und ihre Wirkung
Kürbiskerne enthalten unter anderem Vitamin E, wertvolle Enzyme, Beta-Carotin sowie ungesättigte Fettsäuren. Diese sind sehr gesund. Als besonders positiv gilt auch die Wirkung der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, wie beispielsweise Alpha-Linolsäure. Diese werden nicht vom Körper selbst gebildet, können aber nachweislich zum Beispiel Bluthochdruck vorbeugen und das Herzinfarktrisiko senken. Und auch das Immunsystem wird durch das in den Kernen enthaltene Zink gestärkt.
Zudem enthalten sie Phytosterole. Diese Pflanzensteroide können den Cholesterinspiegel senken und sollen ihre positive Wirkung außerdem bei Prostatabeschwerden entfalten.
Ein weiteres Plus: Kürbiskerne sind nicht nur gut für den Körper. Die in ihnen enthaltene Aminosäure Tryptophan soll sich auch auf die Seele positiv auswirken. Sie gilt als ein natürlicher Stimmungsaufheller.
Kürbiskerne bei Blasenschwäche und Prostataleiden
Besonders die Inhaltsstoffe Selen, Phytosterole und Vitamin E sollen dabei helfen, einer Prostatavergrößerung vorzubeugen und ein Blasenleiden zu lindern.
Kürbiskerne richtig konsumieren
Unser Tipp
Häufig wird berichtet, dass die Samen mit Phytinsäure oder anderen Schadstoffen belastet sind. Das Tränken der Kürbiskerne in Wasser soll hier Abhilfe schaffen.
Damit Sie alle Nährstoffe und Mineralien aus den Kürbiskernen zu sich nehmen können, verzehren Sie die Kerne am besten roh beziehungsweise getrocknet. Eine Menge von zwei bis drei Esslöffeln täglich wird dafür empfohlen. Achten Sie dabei darauf, dass die Kerne weder muffig noch abgestanden riechen. Das kann ein Anzeichen für einen Pilzbefall sein.
Nährwertangaben und Inhaltsstoffe
100 Gramm getrocknete Kürbiskerne enthalten durchschnittlich*
- 559 Kilokalorien (kcal) / 2.339 Kilojoule (kJ)
- 49,05 Gramm Fett, davon sind
8,66 Gramm total gesättigte Fettsäuren,
16,24 Gramm einfache, ungesättigte Fettsäuren,
20,98 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren - 10,71 Gramm Kohlenhydrate, davon sind
1,4 Gramm Zucker und
6 Gramm Ballaststoffe - 30,23 Gramm Proteine
- 0 Milligramm Cholesterin
- 0 Gramm Alkohol
- 5,23 Gramm Wasser
Darüber hinaus bieten sie folgende Mineralien:
- 46 Milligramm Kalzium
- 8,82 Milligramm Eisen
- 592 Milligramm Magnesium
- 7,81 Milligramm Zink
- 1,9 Milligramm Vitamin C
- 0,153 Riboflavin
- 0,143 Milligramm Vitamin B6
- sowie Vitamin E, Vitamin K
Vitamin D3, das die Aufnahme von Kalzium im Körper unterstützt, soll laut USDA jedoch nicht in den kleinen Kernen oder im Kürbiskernöl enthalten sein.











