Traum geht in Erfüllung

Krebspatient staunt im Miniaturwunderland


11.06.2026 – 19:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Modell der Hauptkirche St. Michaelis (Michel) im Miniaturwunderland in Hamburg (Archivbild): Ein Krebspatient bekam hier einen Traum erfüllt. (Quelle: Philipp Reiss/imago-images-bilder)

Und plötzlich kommen die Tränen: Einem schwerkranken Mann wird in Hamburg ein Traum erfüllt. Er besucht zum ersten Mal das Miniaturwunderland.

Für einen 68 Jahre alten Krebspatienten ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Der Mann besuchte mit dem Wünschewagen Niedersachsen das Miniaturwunderland in Hamburg. Die Begeisterung über die Modellwelten rührte ihn zu Tränen.

Laut Angaben des Wünschewagens dauerte die Fahrt nach Hamburg mit 184 Minuten länger als geplant. Ein Stau auf der A7 bremste den Ausflug aus. Die Vorfreude auf das Ziel ließ sich der 68-Jährige davon jedoch nicht nehmen.

Ein Freund begleitet den Mann nach Hamburg

Gemeinsam mit seinem langjährigen Freund hatte er sich mit dem Wünschewagen auf den Weg in die Hansestadt gemacht. Für die beiden stand vor allem die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt. Noch einmal zusammen etwas erleben, die eigenen vier Wände hinter sich lassen und einen besonderen Tag verbringen.

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Begleitet wurden sie von zwei ehrenamtlichen Wünscheerfüllerinnen. Trotz der langen Anfahrt sorgten sie nach Angaben des Wünschewagens für gute Stimmung an Bord.

Für den 68-Jährigen war der Besuch des Miniaturwunderlands etwas Besonderes. Bislang hatte er die bekannte Modelleisenbahn-Ausstellung noch nie gesehen. Dabei beschäftigte ihn das Thema schon lange: Viele Jahre besaß er selbst eine Modelleisenbahn und legte dabei großen Wert auf Details.

Rührende Momente bei Besuch des Miniaturwunderlands

Umso beeindruckter zeigte er sich von den aufwendig gestalteten Miniaturwelten. Immer wieder habe er die zahlreichen Einzelheiten bestaunt. „Das ist ja der Wahnsinn, was die hier geschaffen haben“, sagte er laut Wünschewagen mehrfach während des Rundgangs. Die Eindrücke bewegten den 68-Jährigen so sehr, dass ihm die Tränen kamen.

Als der Ausflug endete, fragten ihn die ehrenamtlichen Begleiterinnen nach seinem Eindruck. Seine Antwort fiel eindeutig aus: „Viel schöner, als ich es mir zu träumen erlaubt habe.“ Zum Abschied erhielt er von der Crew noch eine DVD – laut Wünschewagen, damit er die Hamburger Miniaturwelten auch zu Hause noch einmal erleben kann.

Der Wünschewagen ist ein Ehrenamtsprojekt des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Niedersachsen, das die letzten Wünsche von sterbenskranken Menschen erfüllt.

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