
Demgegenüber stehen mehrere vergleichsweise teure Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen von vier Prozent und mehr. Insgesamt sind dort über zwei Millionen Mitglieder versichert – so viele wie nie. Dazu zählen unter anderem BKK24 (4,39 Prozent), BKK Herkules (4,38 Prozent), BKK Werra-Meissner (4,35 Prozent), IKK Brandenburg und Berlin (4,35 Prozent), IKK – die Innovationskasse (4,3 Prozent), die Knappschaft (4,3 Prozent) sowie Viactiv (4,19 Prozent).
Wie hoch das Sparpotenzial konkret ist, zeigt ein Rechenbeispiel aus dem „Finanztip“-Vergleich: Ein Durchschnittsverdiener mit 55.000 Euro Bruttojahreseinkommen spart beim Wechsel von einer teuren Kasse mit vier Prozent Zusatzbeitrag zur hkk netto 262 Euro pro Jahr (Arbeitnehmeranteil). Bei einem Jahreseinkommen von 69.750 Euro sind es 312 Euro, bei 40.000 Euro Jahresverdienst 202 Euro.
Wer mit einem Einkommen an der Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 Euro zur günstigsten Kasse im Vergleich, der BKK Firmus, wechselt, hat sogar mehr als 400 Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung. Berechnet hat „Finanztip“ diese Beträge für eine konfessionslose, kinderlose Person in Steuerklasse I.
Besonders sinnvoll ist ein Vergleich zum Jahreswechsel. Erhöht eine Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht. Sie können dann unabhängig von der regulären Bindungsfrist zu einer günstigeren Krankenkasse wechseln.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Die Kündigung muss spätestens bis zum Ende des Monats bei der bisherigen Krankenkasse eingehen, in dem der neue Zusatzbeitrag erstmals erhoben wird. Wer rechtzeitig handelt, kann bereits ab Januar spürbar sparen – Jahr für Jahr.











