Krampf im Wasser
Was tun gegen Muskelkrämpfe beim Schwimmen?
Aktualisiert am 29.06.2026 – 07:35 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Krampf im Bein kann im Wasser gefährlich werden. Mit diesen Maßnahmen lösen Sie ihn und kommen sicher ans Ufer.
Plötzlich zieht es schmerzhaft in der Wade oder im Fuß: Muskelkrämpfe gehören zu den häufigsten Problemen beim Schwimmen. Besonders in tiefem Wasser kann die Situation schnell beängstigend werden. Entscheidend ist dann, ruhig zu bleiben und richtig zu handeln.
Ruhe bewahren und Kräfte sparen
Wer einen Krampf bekommt, sollte versuchen, nicht in Panik zu geraten und möglichst kontrolliert weiterzuschwimmen. Wenn das Ufer oder der Beckenrand in Reichweite ist, sollte man langsam darauf zusteuern.
Hilfreich kann es sein, sich auf den Rücken zu drehen. Diese Position entlastet die Muskulatur und erleichtert das Atmen.
Den Krampf im Wasser lösen
Lässt sich das Ufer nicht sofort erreichen, kann der verkrampfte Muskel direkt im Wasser gedehnt werden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) empfiehlt, den Muskel abwechselnd zu dehnen und wieder zu entspannen, bis der Schmerz nachlässt.
Bei einem Wadenkrampf funktioniert das so:
- Auf den Rücken drehen.
- Mit einer Hand die Zehen oder den Vorderfuß greifen.
- Die Fußspitze kräftig in Richtung Schienbein ziehen.
- Das Bein dabei möglichst strecken.
Die Bewegung kann mehrfach wiederholt werden, bis sich der Muskel entspannt.
Bei einem Oberschenkelkrampf im Wasser ist Folgendes zu tun:
- Auf den Rücken drehen.
- Mit einer Hand den Unterschenkel am Fußgelenk fassen.
- Den Unterschenkel in Richtung Oberschenkel drücken.
Warum Krämpfe beim Schwimmen entstehen
Muskelkrämpfe können verschiedene Ursachen haben, etwa kaltes Wasser, eine zu schnelle Belastungssteigerung oder ungewohnte Bewegungen. Auch Muskelermüdung kann eine Rolle spielen. Besonders gefährdet sind Menschen, die untrainiert sind oder sich beim Schwimmen zu viel zumuten.
So beugen Sie Krämpfen vor
Um Muskelkrämpfe im Wasser zu vermeiden, ist es ratsam,
- vor dem Schwimmen ausreichend zu trinken,
- die Belastung langsam zu steigern,
- die Muskeln aufzuwärmen,
- sich in kaltem Wasser schrittweise an die Temperatur gewöhnen.
Wer längere Strecken schwimmt, sollte zudem regelmäßig Pausen einlegen und die eigenen Kräfte realistisch einschätzen.
Nach dem Krampf: Raus aus dem Wasser
Auch wenn der Schmerz verschwunden ist, sollte man das Wasser möglichst bald verlassen, denn es könnte erneut ein Krampf auftreten. An Land hilft es, den betroffenen Muskel leicht zu massieren und zu lockern. Auf weiteres Schwimmen sollten Betroffene an diesem Tag verzichten.












