Sprengvorrichtungen in Weisweiler
Bekennerschreiben aufgetaucht: Polizei-Großeinsatz an Kraftwerk
08.09.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwischen Aachen und Köln läuft weiterhin ein großer Einsatz der Polizei. Die A4 im Bereich des Kraftwerks Weisweiler ist weiterhin teilweise gesperrt.
Nach dem erneuten Anschlagsversuch auf das Kraftwerk Weisweiler zwischen Aachen und Köln ist ein neues Bekennerschreibern des mutmaßlichen Täters aufgetaucht. Das Schreiben sei im Bereich einer der Abschussvorrichtungen für mögliche Sprengsätze aufgetaucht, teilte die Polizei am Dienstag (8. September) mit. „Der Inhalt wird aus taktischen Gründen nicht näher kommuniziert“, erklärten die Beamten weiter.
Der Bereich um das Kraftwerk unweit des Tagebaus Inden ist seit Montagabend weitestgehend abgeriegelt, die Beamten unter Leitung der Kölner Polizei durchsuchen das Gebiet nach möglichen Hinweisen und dem mutmaßlichen Täter. Die Suche sei am Montagabend gegen 21 Uhr wegen einsetzender Dunkelheit abgebrochen worden. Für Dienstag wurden neue Kräfte der Bereitschaftspolizei für den Einsatz angefordert.
Sabotage an Kraftwerk Weisweiler: A4 teilweise gesperrt
Neben den Polizisten ist ein Großaufgebot an Spezialkräften vor Ort. So hat das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen Entschärfer nach Weisweiler geschickt, die die Abschussvorrichtungen bei Bedarf ausschalten können. Außerdem unterstützt die Bundespolizei Aachen die Suche mit einer Wärmebild-Drohne.
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Das Kraftwerk Weisweiler, das bereits in der vergangenen Woche als mögliches Anschlagsziel gegolten hatte, war am Montag erneut in den Fokus der Ermittler geraten. Zeugen hatten Blitze und Knallgeräusche am Kraftwerk festgestellt. „Dadurch möglicherweise verursachte Schäden konnten bislang nicht festgestellt werden“, heißt es seitens der Kölner Polizei weiter.

Die A4 zwischen Aachen und Köln war aufgrund des Großeinsatzes der Polizei zeitweise gesperrt, es kam zu langen Staus im betroffenen Abschnitt. Auch am Dienstag kommt es für Autofahrer noch zu Einschränkungen: So sind die Auf- und Abfahrten in Weisweiler gesperrt, die Autobahn selbst allerdings nicht.
Polizei im Großeinsatz: Anschläge auf Stromnetz – neues Bekennerschreiben
In der vergangenen Woche hatte es in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen mehrere Sabotageversuche an Umspann- und Kraftwerken gegeben. Ein 48 Jahre alter Mann aus Gevelsberg soll sich zu den Taten bekannt haben. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung, außerdem wurde ein zu einem Wohnmobil umgebauter Lkw in Niederzier gestürmt. Seitdem ist der Täter wohl zu Fuß auf der Flucht. Eine Suchaktion im Hambacher Forst blieb erfolglos.
Ob es sich bei dem Täter in Weisweiler um den gleichen Mann handeln könnte, ist nochmunklar. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen oder verdächtigen Personen geben können, können sich über die 110 oder das Hinweisportal melden.












